Sabine Weiß: „Völlige Ruhephasen sind mein Ausgleich"

Sabine Weiß: „Völlige Ruhephasen sind mein Ausgleich"
Trzesniewski-Chefin Sabine Weiß über ihr Leben als Managerin und ihren persönlichen Luxus.

Sie sind unaussprechlich (gut) heißt es, die Trzesniewski-Brötchen. Die Geschäftsführerin des Wiener Traditionsunternehmens, Sabine Weiß, feierte im Mai ihr 10-jähriges Firmenjubiläum. Warum sie immer einen Löffel in ihrer Handtasche und trotzdem kaum Zeit fürs Essen hat.

Stärke:

Beharrlichkeit gepaart mit einem großen Ideenreichtum, wie man anstehende Themen auch jenseits der ausgetretenen Pfade lösen kann." 

Morgenritual:

Ganz klischeehaft: Kaffee!... Und ein WhatsApp an meinen Lebensgefährten, der nicht in Wien wohnt. Danach werden die eMails gecheckt."

Reisen:

Ich bin nicht oft auf Geschäftsreise, da Trzesniewski ja ausschließlich in Wien zu finden ist. Aber in meiner Handtasche ist immer was Interessantes zu lesen und ein Löffel. Der Löffel hat mir schon gute Dienste geleistet bei der Grundversorgung in der Fremde –  so ganz ohne  Brötchen."

Mittags:

Meistens bin ich in der Stadt oder zwischen den  Filialen unterwegs, aber wenn Zeit für ein Mittagessen ist, im Marco Simonis Bastei 10. Gutes Essen, sehr netter und entspannter Service und wunderbare Dinge zum Anschauen und Kaufen – fühlt sich immer an wie ein kleiner Kurzurlaub."

Ausgleich:

Abschalten? Dabei helfen völlige Ruhephasen im Sinne von Stille, in denen ich die Gedanken schweifen lasse oder der Austausch mit interessanten Menschen, über das Leben  sinnieren, im Allgemeinen und im Besonderen."

25:

Wenn ich nochmals 25 wär, würde ich die Sprachen, mit denen ich im Laufe meiner  Ausbildung   konfrontiert wurde, viel intensiver lernen. Einer meiner guten Freunde spricht fünf Sprachen fließend – das finde ich großartig." 

Zur Person:

Die gebürtige Deutsche Sabine Weiß (57) hat den Großteil ihrer Karriere in der Gastronomie gemacht. Dank beruflicher Stationen im Posthotel Kolberbräu als Geschäftsleitung- und Führung und als Leiterin des Café Sacher Österreich war sie für die Geschäftsführung von Trzesniewski also bestens vorbereitet.

Nach zehn Jahren im Unternehmen blickt Sabine Weiß heute auf eine gelungene Weiterentwicklung des Wiener Traditionsunternehmens zurück. Sie zeigt, wie ein Wiener Betrieb in einer globalisierten Welt erfolgreich bestehen kann.

Heute führt sie in neun Filialen mehr als 100 Mitarbeiter bei einem der erfolgreichsten österreichischen Fast-Food- Unternehmen. Pro Jahr setzt Trzesniewski rund zehn Millionen Euro um. 

 

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