Haselnuss-Torte

Die Haselnuss-Torte im neuen Parlament: flaumige Haselnuss-Schichten und milchige Zwischenlagen

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Wirtschaft Karriere

Restaurant Kelsen: Erstes Probe-Essen im neuen Parlament

Das Parlament steht kurz vor seiner Wiedereröffnung. Das Gastronomen-Duo Christine Friedreich und Thomas Hahn machen dort alles neu: wir waren in den Restaurants und durften erstmals kosten.

von Sandra Baierl

12/28/2022, 11:43 AM

Das neu renovierte Parlament an der Wiener Ringstraße steht kurz vor der offiziellen Eröffnung. Letzte Arbeiten werden fertiggestellt, in den Gänge wuseln die Handwerker herum. Am 16. Jänner öffnen sich dann die Pforten und die Betriebsamkeit kann beginnen – in einem Haus, das neu und alt vereint und mit feiner Hand umgestaltet wurde.

Neu im Parlament ist auch das Gastrokonzept. Künftig sind die Restaurants auch für alle Gäste von außen geöffnet. Das Duo Christine Friedreich, sie ist seit zehn Jahren Gastro-Beraterin und hat einen kleinen Betrieb in Salzburg, und Thomas Hahn, er führt seit fast zehn Jahren die Labstelle in der Wiener Innenstadt, sind dafür verantwortlich. Sie haben einen Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Parlament abgeschlossen, als „Miete“ wird eine sogenannte Umsatz-Pauschale herangezogen. Fortan werden sie dort alle gastronomischen Bereiche ausrichten.

Fünf neue Restaurants

Fünf verschiedene Gastro-Bereiche wird es im Parlament künftig geben. Das Restaurant Kelsen (Fine Dining), die Cantina (quasi die Parlamentskantine), das Bistro (kleine, schnelle Speisen), die Eventlocations (für Veranstaltungen in verschiedenen Räumen und auf den Terrassen) und das Café Agora (im Erdgeschoß). Das Parlament stellt dem Gastro-Duo die Räumlichkeiten zur Verfügung, man habe aber Mitspracherecht bei Möbel und Gestaltung. „Alles, was lose ist, ist von uns; die Einrichtung und Möbel sind vom Parlament“, sagt Hahn.

Seit September ist das Gastro-Duo im Hohen Haus am Werk, gestaltet die verschiedenen Service-Bereiche, richtet Küche und Restaurants ein, überlegt Lichtkonzepte, testet das neue Geschirr und rekrutiert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 80 Personen werden künftig in der Parlamentsgastronomie arbeiten, 40 in der Küche, 40 im Service.

Alt trifft Neu

80 Mitarbeiter werden eingeschult

Jetzt sei man im Prozess, die Teams zu formen und ab Anfang Jänner dann auch intensiv einzuschulen. „Wir kommen ab 2. Jänner zusammen, um zu schulen und Trainings direkt in den Arbeitsbereichen zu machen“, erklärt Christine Friedreich. Die Stimmung im Haus mit seinen verschiedenen Restaurants und Bereichen erinnere aktuell „an eine Hoteleröffnung, nur dass wir keine Schlafzimmer hier haben“, wird gescherzt. Der Spirit, den man an alle Mitarbeiter weitergeben möchte, lautet: Wir sind Gastgeber und ein Vorzeigebetrieb – man ist sich der „ersten Adresse“ in Österreich bewusst.

Nose-to-Tail-Konzept

Diese Vorbildfunktion zieht sich bis hin zur Einkaufs- und Speisenstrategie. „Wir verfolgen das Nose-to-Tail-Konzept, werden Tiere aus guter, österreichischer Haltung im Ganzen kaufen und wirklich alles verwerten“, erklärt Thomas Hahn. Selbstverständlich werde es auch ein Schnitzel geben (vom Kalb), aber auch viel Vegetarisches. „Die Küche ist natürlich österreichisch, aber sie wird modern interpretiert. Wir werden die Klassiker anbieten und sie in die Einzelteile zerlegen“, gewährt Hahn einen ersten Einblick ins Menü.

Die Preise

Im Restaurant Kelsen wird sich der Preis für das Mittagsmenü bei etwa 20 bis 25 Euro einpendeln, abends gibt es hier ausschließlich Menüs, 4-Gänge sind ab 50 Euro zu haben.

Pastinaken und Wintergemüse

Erste Verkostung

Auf die Speisen festgelegt hätten sich die Köche allerdings noch nicht. Ein erstes Probe-Essen für den KURIER gab es trotzdem. Die Küche zauberte Pastinaken mit eingelegtem Wintergemüse als Vorspeise, eine kleine Portion, schön bunt dekoriert und herzhaft knackig mit frisch-saurem Dip.

Geschmortes Rind

Zum Hauptgang wurde ein geschmortes Rind serviert, in herrlichem Natursaft mit krossen Röstzwiebeln und einem mehrfach geschichteten Kartoffelngratin, in das auch Süßkartoffeln gemischt waren. Das Rindschnitzel butterweich, der Natursaft angenehm würzig und eher dünn, das Gratin cremig. Obendrauf gab's eine kross-frittierte Krauspetersilie.

 

Kelsen Würfel

Als Dessert wurde der Kelsen-Würfel gereicht, ein eigens von Jürgen Vsetecka kreierter Zuckertraum ohne Gluten, aber mit vielen Haselnüssen und viel Schokolade rundherum. Der Würfel ist eher fest und ziemlich süß. 

Die Walnuss-Kaffeeschnitte hat es uns auch angetan: nicht zu süß und durch die Nüsse schön saftig.

Haselnuss-Torte

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