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Wirtschaft Karriere
09/13/2021

Richtig Netzwerken im Job: Fünf Tipps vom Experten

Für den Karriereaufstieg oder das eigene Business ist ein gutes Netzwerk wesentlich. Wie man sich dieses aufbaut und auch hält – die wichtigsten Tipps von Experte Michael Mayer zusammengefasst.

von Theresa Kopper

Ziele definieren

Bevor man beginnt, sich sein Netzwerk aufzubauen, sollte man wissen, was man damit erreichen möchte. Ist es das berufliche Weiterkommen, der Austausch mit Gleichgesinnten oder  Unterstützung in beruflichen als auch privaten Lebenslagen? Zusätzlich ist es wichtig, zu überlegen, welche  Kontakte bereits bestehen und welche neuen nützlich wären.

Je nachdem wie die Antworten auf diese Fragen ausfallen, gilt es, sich einen Plan zurechtzulegen. „Will man eine neue Person in sein Netzwerk aufnehmen, sollte man sich schon im Vorhinein überlegen, wie man diese von sich überzeugen kann, und zwar so, dass sie sich auch noch ein weiteres Mal mit einem treffen würde“, sagt  Michael Mayer, Geschäftsführer des Business Networks International Österreich-Deutschland (BNI). „Recherchieren Sie und finden Sie Gemeinsamkeiten, das erleichtert den Gesprächseinstieg.“ 

Interesse zeigen

Das Wichtigste ist, Netzwerken zu wollen. Man muss rausgehen, Leute treffen wollen und vor allem auch Interesse am Gegenüber zeigen. „Die Teilnahme an einer Netzwerkveranstaltung kann sich nur rentieren, wenn man auf Leute zugeht und diesen Fragen stellt“, sagt Mayer. Gerade für Unerfahrene ist das nicht immer einfach, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Jeder Veranstaltung, zu der man geht, bietet die Möglichkeit zu üben und seine Netzwerkerfahrungen zu erweitern. Je öfter man dies macht, desto leichter und effizienter wird das Netzwerken.

Und noch ein weiterer Tipp von Mayer kann helfen. „Bleiben Sie authentisch und machen Sie vor allem das, was zu Ihnen passt. Aber fangen Sie damit an. Denn ich bin überzeugt davon: Jeder beruflich erfolgreiche Mensch hat sich im Vorhinein ein gutes Netzwerk aufgebaut. Ohne dieses kommt der Erfolg nur selten.“ 

Weniger ist mehr

Ein gutes Netzwerk muss nicht unbedingt aus vielen Kontakten bestehen. Wichtiger ist es, sich auf die richtigen Kontakte zu konzentrieren. „Ich empfehle, bei maximal drei Netzwerken zu sein“, sagt Michael Mayer. „Einem Business-Netzwerk, einem Wissensnetzwerk und einem sozialen Verein.“

Wichtig bei der Auswahl der Netzwerke sei dabei die Frage, welche Netzwerke für einen selbst wirklich einen Nutzen bringen und wo man auch selbst einen Nutzen stiften kann. „Denn jene Leute, die sich engagieren und anderen helfen, die bekommen im Netzwerk eine gewisse Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit.“ Und dadurch käme relativ viel zurück, wie Mayer aus Erfahrung weiß. Sein Ziel: Jeden Tag mindestens einer Person auf irgendeine Art und Weise weiterzuhelfen.  

Geben und Nehmen

Beim Netzwerken ist es nicht ratsam, sein Produkt verkaufen oder sein Unternehmen präsentieren zu wollen. „Das fördert neue Kontakte nicht“, sagt Mayer. Wichtiger sei es, von Anfang an eine Vertrauensbasis aufzubauen.

Am einfachsten gehe das, in dem man sich fragt, wie und wo man dem anderen helfen kann. Passionierte NetzwerkerInnen etwa verbinden Menschen miteinander, von denen sie glauben, dass sie sich gut ergänzen können oder voneinander profitieren. Wer anderen Menschen dabei hilft erfolgreicher zu werden, bleibt in guter Erinnerung. Und alles Gute kommt bekanntlich wieder zurück. 

Hegen und Pflegen

Wer sich ein gutes Netzwerk aufgebaut hat, muss dieses auch pflegen. Das heißt am Ball bleiben, den Austausch suchen und das sowohl auf virtueller Ebene als auch im richtigen Leben. „Ich beispielsweise gehe jede Woche zwei bis drei Mal mit Netzwerkpartnern essen. Und in Zeiten, in denen ich nichts anderes machen kann, beispielsweise beim Autofahren, telefoniere ich, frage bei meinen Kontakten nach, wie es ihnen geht und ob ich ihnen helfen kann“sagt  Mayer.

Unternehmer- oder Wissensnetzwerken mit regelmäßigen Treffen beizutreten, könne  auch  helfen, Kontakte nicht aus den Augen zu verlieren. 

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