Wirtschaft | Karriere
05.12.2011

Mafiatipps: Sieben von 88 Lektionen

Was Sie von der "ehrenwerten Gesellschaft" lernen können.

Tun Sie das, was Sie tun, wirklich gerne und Sie werden keinen einzigen Tag in Ihrem Leben arbeiten.
Mafiosi gehen nicht in Rente. Der Grund: Sie würden für den Job sterben. "Ich selbst liebte es, ein Mafioso zu sein. Das bestimmte mein ganzes Dasein und jede Minute meiner Wachzeit. Zwingen Sie mich etwas zu tun, das mir keinen Spaß macht, und ich bin ein faules Arschloch", schreibt Ferrante. Ein Indiz dafür, dass der Job der richtige ist: Man macht Überstunden, ohne es zu bemerken. Also suchen bis das eintritt.

Mafiosi machen keine Notizen: Trainieren Sie Ihr Gedächtnis.
Schriftliche Beweisspuren haben schon so manchem Geschäftsmann das Genick gebrochen - nicht nur in der Unterwelt. Je weniger Infos aufgeschrieben werden, desto besser. Wie sich Mafiosi trotz der Hunderten von Mitgliedern, Partnern und Ermittlern jeden Namen, Geburtstag und auch noch das Nummerntaferl merken können? Mit Mnemotechnik. "Folglich werden Spitznamen als Gedächtnisstützen verwendet: Johnny Blaue Augen, Greg die Nase, Paulie der Tippzettel. Das ist Mnemotechnik", schreibt Ferrante.

Es ist gut, zu einem Begräbnis zu gehen, solange es nicht Ihr eigenes ist: die Macht der Netzwerkarbeit.
Ferrante wollte mit einem Partner, "Fritzi", ein Lokal für illegales Glücksspiel eröffnen. Fritzi wurde gierig, wollte das Geschäft für sich, Ferrante verprügelte ihn, Fritzi ging zur Polizei. Um sich diese vom Hals zu schaffen, musste Ferrante jemanden finden, der Fritzi besänftigte. Dank des umfangreichen Netzwerks fand sich dieser Jemand schnell - die Anzeige wurde zurückgezogen. Netzwerken wurde nicht von Mark Zuckerberg erfunden. Ferrante: "Erkennen Sie die außerordentliche Bedeutung der Netzwerkarbeit, einer der wichtigsten Elemente des Erfolgs der Mafia."

Erbringen Sie die zugesagte Leistung: Stehen Sie hinter Ihrem Namen.
"Nick die Messerklinge" wurde wegen Mordes angeklagt, ein korrupter Richter, Edwin Helfant, bot ihm an, ihn für 12.000 Dollar freizukaufen. Der Mafioso zahlte, ging dennoch ins Gefängnis. Als er herauskam, erschoss er den Richter. Die Moral von der Geschichte: "Wenn Sie für ein Produkt oder eine Dienstleistung bezahlt werden, dann erbringen Sie die Leistung!", so der Autor.

Die Bank der Gefälligkeit zahlt die höchsten Zinsen.
Nach der Entlassung aus dem Gefängnis durfte Ferrante keinen Kontakt mit Mafiosi aufnehmen - kein Zugang zum Netzwerk also und somit auch kein Zugriff auf das Guthaben an Gefallen, die er angehäuft hatte. Doch Ferrante kannte einen erfolgreichen Geschäftsmann, der ihm Kontakte zu Verlegern verschaffte. Ferrante schreibt über ihn: "Es ist sein Gefälligkeitskreislauf, der ihn von der Herde der Eliteführungskräfte in Unternehmen unterscheidet, die ihren Arsch nur dann bewegen, wenn sie daraus unmittelbar Profit schlagen können." Er empfiehlt, darauf zu achten, dass auf dem Bankkonto der Gefälligkeiten immer ein Plus ist. "Sie wissen nie, wann Sie von diesem Konto abheben müssen."

Wir haben zwölf Mal auf ihn geschossen, aber er lebte noch. Die meisten Probleme lösen sich von allein.
Ein Mafioso verdächtigte einen Kollegen (zu Unrecht) mit gezinkten Karten zu spielen und beauftragte Auftragsmörder mit der Eliminierung. Sie schossen zwölf Mal - er überlebte, weil "seine Fettschichten wie eine kugelsichere Weste wirkten". Er wurde ins Spital gebracht, bekam einen Diätexperten und wurde FBI-Informant. Hätten sie ihn nicht angeschossen, wäre er wahrscheinlich wegen seines ungesunden Lebenswandels bald gestorben. Nun ist er quicklebendig und die Auftragskiller sitzen im Gefängnis. Heißt: Geduld, manche Probleme lösen sich von selbst.

Schießen Sie keinen aufstrebenden Stern ab: Wie man potenzielle Gegner neutralisiert.
John Torrio, ein Mafiaboss, traf auf den jungen Al Capone. Er wusste, dass Capone für ihn lebendig mehr wert war, als wenn er ihn umbringen lassen würde. Also bat er ihm die Partnerschaft an. Sie wurden beide reich. Es ist genug für alle da.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund