"HeforShe": AK und ÖGB machen mit

Chancengleichheit geht alle etwas an
Foto: AK, LISI SPECHT Chancengleichheit ist, nach AK Präsident Rudi Kaske und ÖGB Präsident Erich Foglar nicht allein ein "Frauenthema", sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Folgar und Kaske unterschreiben UN-Kampagne für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Gleichberechtigung ist seit Jahren ein Kampf von Frauen für Frauen. Doch auch Männer betrifft dieses Thema, denn von der Gleichstellung der Geschlechter können alle profitieren. Die Initiative „HeforShe“ der UN Frauen ruft Männer und Jungen auf, sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Die Solidaritätsbewegung startete Juli 2014 und hat das Ziel, Männer auf der ganzen Welt für die Kampagne zu mobilisieren. Zu Unterstützern der Initiative zählen Barack Obama, Matt Damon und Ban Ki-Moon. 

Neu dabei sind nun auch ÖGB-Präsident Erich Foglar und AK-Präsident Rudi Kaske. Mit ihrer Unterschrift sprachen sie sich für eine Gleichstellung der Frauen aus. In Österreich gehöre noch viel gemacht, denn nach wie vor gibt es eine Benachteiligung von Frauen – auch auf dem Arbeitsmarkt. Die Präsidenten der ÖGB und der AK stimmen darin überein, dass Gleichberechtigung ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Denn eine freundliches, diskriminierungsfreies Arbeitsumgebung ist im Sinne aller Arbeitnehmer. Es gehört weiter an den gleichen Möglichkeiten von Frauen und Männer gearbeitet:

Gleiche Karrierechancen

Männer und Frauen sollen die gleichen Chancen auf existenzsichernde Berufstätigkeiten bekommen. Nach wie vor lastet der Großteil unentgeltlicher Tätigkeiten auf den Schultern der Frauen. Daher muss die Aufteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern gerechter verteilt werden.

 „Frauen erleben vielfach Nachteile beim Zugang zu einer Arbeit: Etwa weil befürchtet wird dass sie schwanger werden oder Betreuungspflichten haben oder beim beruflichen Aufstieg, weil männliche Kollegen von vornhinein als ‚besser qualifiziert’ eingestuft werden“ ÖGB Präsident Erich Foglar und AK Präsident Rudi Kaske

Noch immer verdienen Frauen in Österreich um 39 Prozent weniger als Männer - selbst bei gleicher Arbeitszeit haben die Frauen einen Nachteil von 23 Prozent. Wichtig ist, dass die Einkommensberichte in den Betrieben als Analyseinstrument genützt werden. Es braucht verbindliche Aktionspläne und die Überprüfung dieser zur Verringerung der Lohnschere.

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Der Anteil der Männer mit Kinderbetreuungsgeld-Bezug liegt derzeit bei lediglich 17 Prozent. Die Berufsunterbrechung von Vätern ist zudem viel kürzer als bei Müttern. Durch Einführung eines sogenannten Papamonats und eines Gleichstellungsbonus beim Kinderbetreuungsgeld können Anreize für mehr partnerschaftliche Teilung gesetzt werden.
Außerdem ist eine Ausweitung des Angebots an hochwertiger und flächendeckender Kinderbetreuung notwendig. Frauen und Männer sollen die gleichen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt erhalten.  

Damit Männer mehr Kinderbetreuung übernehmen, fordern Foglar und Kaske von den Betrieben die Ausarbeitung einer Vereinbarkeitskultur. Familienfreundliche Maßnahmen von Unternehmen können einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern leisten.

Sowohl der AK als auch der ÖGB ist es ein großes Anliegen, weitere Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz umzusetzen. Um Arbeitnehmerinnen bestmöglich zu schützen, sind Präventionsmaßnahmen im Betrieb zu setzen.

(APA, HeforShe / rl) Erstellt am
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