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Wirtschaft Karriere
05/23/2021

Gratis ins Hotel: Für die Prüfungsphase ins Hotelzimmer

Jetzt doch Vor-Ort-Prüfungen. Welche besonderen Möglichkeiten Studierende jetzt für eine ruhige Prüfungsphase in Wien haben

von Diana Dauer

Sara studiert in Wien. Beziehungsweise studiert sie wie Hunderttausende in Österreich seit Monaten zu Hause – in ihrem Fall von Bulgarien aus. Die Pandemie hat sie ihren Job gekostet, die Miete ihrer Wohnung in Wien wurde zu teuer. Also hat sie sich entschlossen, für die Zeit der Pandemie wieder zurück nachhause zu fahren und bei den Eltern zu wohnen. Sie ist kein Einzelfall. Viele sind zurück in ihre Heimatstädte in Drittstaaten und Bundesländer gezogen.

Nun sind Vor-Ort-Prüfungen wieder möglich.

Einige Studierende müssen für diese nun extra nach Wien fahren, haben aber keine Wohnung mehr. Für sie hat die Uni Wien zusammen mit den Accor Hotels die Aktion des "fliegenden Arbeitszimmers“ für Studierende erweitert.

Günstig im Hotel übernachten

Studierende, die nur für die Prüfungsphase im Mai und Juni nach Wien kommen, können sich für diese Zeit vergünstigt ein Hotelzimmer mit Übernachtung buchen. „Die Aktion richtet sich vor allem an Studierende, die aktuell nicht in Wien wohnen“, erklärt die Organisatorin der Aktion von Accor, Sabine Toplak, im KURIER Gespräch.

Teilnehmende Hotels sind das Hotel Adagio Vienna City, das Mercure Wien City, das Mercure Biedermeier und das Ibis Mariahilf. In den Hotels, die eigentlich auf Business-Trips, Kongresse und Städtereisen ausgelegt sind, lagen ungenutzte Ressourcen brach: Zimmer, Apartments und Meeting-Räume waren leer, die Häuser müssen aber sowieso bewirtschaftet werden.

Kostenlos im Hotel

Zusätzlich können alle in Wien lebenden Studierende der Uni Wien kostenlos Hotelzimmer, Apartments und Meeting-Räume für ruhige Stunden des Büffelns buchen. Die Räume können für Slots von vier Stunden, einmal vormittags, einmal nachmittags oder beides gebucht werden.

Günstige Übernachtung

Die vergünstige Übernachtung spricht vor allem die extra anreisenden Prüflinge an. Bis Ende Juni bieten die Hotels täglich , je nach Kontingent, fünf bis zehn Zimmer, um tagsüber zu Lernen an. „Diese Aktion wird dann im Juli und August, also in den Ferienzeiten pausiert. Im September werden wir sie je nach Bedarf neu evaluieren“, so Sabine Toplak von den Accor-Hotels.

Die Möglichkeit der vergünstigten Übernachtung – im Hotel Ibis Mariahilf kostet eine Übernachtung 35 Euro, in den anderen 50 bzw 55 Euro – wird über den Sommer weitergeführt. „Es wird noch dauern bis Städtereisen wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurück kehren. Wir wollen daher diesen Sommer die Übernachtungsaktion für Studierende in einzelnen Häusern fortführen“, so Toplak.

Neben den Zimmern sind mancherorts vor allem Meeting-Räume buchbar, so etwa im Hotel Mercure Biedermeier, Mercure Wien City und Ibis Mariahilf. "Uns ist aufgefallen, dass die Studierende in den vergangenen Monaten kaum eine Lobby hatten. Und unsere Räume waren frei, mussten sowieso geheizt oder gekühlt werden und haben W-Lan, auch wenn niemand drinnen ist. Und wenn Studierende länger übernachten, ist das auch für uns kostendeckend“, erklärt Sabine Toplak. Die Nachfrage ist groß. Bisher wurde das Angebot 1.961 Mal genutzt worden.

Die Partner-Aktion "das fliegende Lerncafé Plus“ bietet noch bis Ende Juni Arbeitsräume und Slots in 83 Räumen in 21 Wiener Volkshochschulen. Auch hier können Studierende und alle anderen WienerInnen kostenlos Räume buchen, wenn sie Ruhe zum Lernen oder Arbeiten brauchen. Zusätzlich gibt es die Räumlichkeiten des Wiener Betriebs Making Movies Happen.

Auch die Leseräume an den Unis und Bibliothek sind wieder offen

Nicht jeder möchte alleine in einem Raum sitzen und braucht trotzdem Ruhe, um zu lernen.
Manche haben einfach das Ambiente  der Lesesäle in der Nationalbibliothek, der Unis oder Fakultäten vermisst.  Allerdings gelten auch hier strenge Regeln:


Universität Wien: Die Öffnungszeiten sind eingeschränkt. Erkundigen Sie sich vorab. Lesesäle und Lernzonen bieten eine beschränkte Platzwahl, bei vielen muss man vorher online den Platz reservieren. Falls es das nicht gibt, rufen Sie vorher an oder schreiben Sie eine e-Mail. Es gilt die Maskenpflicht sowie das Einhalten des Mindestabstands.

Nationalbibliothek: Hier ist keine Online-Platzreservierung möglich. Meistens sind in den Sälen der Sammlungen aber noch Plätze frei. Während des Aufenthalts gilt die FFP2-Masken-Pflicht sowie der Mindestabstand. Eintritt mit Jahres- oder Tageskarte.  

 

 

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