© Sandra Baierl

Wirtschaft Karriere
10/21/2019

Geschäftsessen: Und der Stephansdom schaut zu

Im DO & CO im Haas Haus lässt es sich nobel speisen, diskretes Netzwerken aber ist schwierig.

von Magdalena Vachova, Sandra Baierl

Näher dran kann man nicht speisen. Im DO & CO am Stephansplatz sitzt man 30 Meter vom riesig wirkenden Dom entfernt. Der schaut bei den großen Fenstern rein, während die vielen Geschäftsleute und wenigen Touristen hier mittags speisen. Das Ambiente im Haas Haus ist ein bisschen von gestern, die offene Schauküche aber immer noch ein Hingucker.

Da dreht sich der kleine Döner, werden routiniert Maki vom Meister gerollt, grillen die Chefs Fisch und Fleisch. Wir kosten die tiefschwarze Linsensuppe mit Jakobsmuscheln: sieht aus wie Teer, zieht sich wie Teer, besticht aber auf der Zunge mit einem extrem feinen, noblen Geschmack.

Die süßsauer-scharf herausgebackenen Krevetten mit frischem grünen Salat und Trüffel-Yuzu-Marinade sind eine Empfehlung, ebenso die Sushi- Kreationen – gehören sicher zu den Besten der Stadt.

Einziges Minus: für eine Business-Location stehen die Tische extrem eng beieinander. Grüß Gott, Herr Nachbar. Scheint die meisten aber nicht zu stören. Das Lokal ist mittags immer voll.

Essen/Trinken: ***** (5/5)

Ein Gedicht, was da stilecht auf großen Steingut-Tellern serviert wird.

Service: ***** (5/5)

Tipptopp, schnell, mitdenkend, superfreundlich.

Ambiente: **** (4/5)

Man muss die einzigartige Aussicht (vis-a-vis des Stephansdoms) extra loben, sonst: zurückhaltend, klassisch, eng.