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Wirtschaft Karriere
10/18/2021

Diese Techniken helfen, um im Job erfolgreicher zu kommunizieren

Oft banal und gleichzeitig so kompliziert – das ist die Kommunikation im Job-Umfeld. Wie sie gelingt, verrät Expertin Angela Pengl-Böhm.

von Theresa Kopper

Acht Stunden und mehr verbringen wir am Arbeitsplatz. Wir sprechen uns ab, wir koordinieren, wir kommunizieren. Die Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartnern ist jedoch nicht immer einfach. Nerven werden strapaziert, Missverständnisse entstehen, was wiederum zu Frust und Produktivitätsverlust bei allen Beteiligten führt.

„Gespräche könnten oft einfach viel bessere Ergebnisse bringen, als sie es in Wirklichkeit tun. Und das, weil viele Menschen nicht wissen, wie sie ihre Botschaft richtig vermitteln“, sagt Kommunikationstrainerin Angela Pengl-Böhm.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Der häufigste Fehler: Menschen reden bei Meetings und Vorträgen oft einfach darauf los, vergessen aber das Wesentlichste, nämlich ein Ziel vor Augen zu haben. „Kenne ich das Ziel meiner Botschaft selbst nicht, werde ich sie auch anderen nicht vermitteln können“, sagt Pengl-Böhm und rät: „Gute Vorbereitung ist in Geschäftsgesprächen das Um und Auf. Legen Sie sich eine klare, leicht verständliche und merkbare Botschaft zurecht und machen Sie sich bewusst, was Sie mit dieser erreichen wollen. Das sind die besten Voraussetzungen, um in der Kommunikation erfolgreich zu sein.“

Aufrechter Rücken, offener Brustkorb

Neben der zielgerichteten Artikulation ist auch die Körperhaltung zentral. Am besten vermittelt man seinen Standpunkt mit einem aufrechten Rücken und einem offenen Brustkorb. So wird die Stimme voluminöser, der Sprecher wirkt souveräner. Es gibt aber auch noch eine weitere Haltung, nämlich die, die sich im Kopf abspielt und die mindestens genau so wichtig ist.

„Wir Menschen sind so ausgelegt, dass das, was wir denken, von unserem Körper umgesetzt wird. Gehe ich also mit einem negativen Mindset in die Besprechung, drücke ich das körpersprachlich auch aus“, sagt die Expertin. Positive und bestärkende Affirmationen wiederum lassen uns auch souveräner auftreten und den Zugang zum Gesprächspartner finden.

Rhetorische Tricks

Den Zugang zum Gesprächspartner zu finden, ist in der geschäftlichen Kommunikation das Um und Auf. Was aber, wenn das Gegenüber ununterbrochen spricht? Typischerweise ist das der Fall, wenn jemand das Gefühl hat, nicht gehört zu werden. Den Gesprächspartner in seinem Redeschwall dann einfach zu unterbrechen, wirkt oft rüde. Um das zu vermeiden, bewähren sich rhetorische Tricks:

„Sprechen Sie das Gegenüber direkt mit dem Namen an und paraphrasieren Sie das Gesagte. So hat der Gesprächspartner das Gefühl wahrgenommen zu werden und Sie können leichter einhaken“, sagt Pengl-Böhm. Körpersprachliche Signale sind ebenfalls oft hilfreich, um den Anderen in seinem Redeschwall zu stoppen. „Das Hochziehen der Augenbraue etwa signalisiert Skepsis, Ärger oder Erstaunen.“

Argumentation im Vorfeld überlegen

Und was kann man tun, wenn einem die Unsicherheit bei einem Vortrag oder bei einer Verhandlung überkommt? Auch dafür hat Pengl-Böhm Tipps parat: „Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer weiß, was er sagen möchte, sich seine Argumente im Vorfeld zurechtlegt, sich Gedanken über die Motivation des Gegenübers macht und Gesprächssituation im Vorhinein immer wieder durchspielt, geht automatisch selbstbewusster in die Situation hinein“, sagt die Expertin.

Das wirke sich wiederum auf das Gegenüber und damit die gesamte Gesprächssituation aus. „Die besten Sprecher sind immer jene, die am besten vorbereitet sind. Wem das bewusst ist, der hat schon vieles richtig gemacht.

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