Tom Currie zeigt seinen Fang "Ponita"

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Wirtschaft | Karriere
07/19/2016

Beruf? Pokémon-Trainer!

Ein Neuseeländer hat seinen Job gekündigt, um Vollzeit-Pokémon-Trainer zu werden.

Die ganze Welt hat eine neues Hobby: Pokémon jagen und fangen. Obwohl das Handygame, Pokémon Go, in Österreich erst am Samstag erschien, wurde es auch hier schon millionenfach heruntergeladen. Manche machen allerdings aus dem Hobby noch ein bisschen mehr, wie der Neuseeländer Tom Currie zeigt.

Currie arbeitete bis vor kurzem als Barista und Barkeeper, in einem Strandrestaurant an der Hibiscus-Coast, nahe Auckland. Jetzt hat er sich aber für einen Karrierewechsel entschieden und kündigte seinen Job. Er nennt sich nun Pokémon-Trainer und will für zwei Monate durch das Land reisen um alle verfügbaren 151 digitalen Wesen zu sammeln. „Als ich gekündigt habe, habe ich meinem Manager nicht gesagt, dass ich jetzt in die Welt hinausgehe, um Pokémon zu jagen. Aber nachdem Leute auf meine Geschichte aufmerksam wurden, habe ich es ihm erzählt, nur falls die Medien ihn kontaktieren“, zitiert ihn BBC Newsbeat.

Das Beste an seinem neuen “Job” ist das Reisen, meint der 24-jährige Neuseeländer. Durch seine Pokémon-Jagd kommt er in Gegenden, in denen er noch nie war und lernt auch neue Leute kennen. „Menschen aus der ganzen Welt schreiben mir und wünschen mir viel Glück. Auch auf der Straße wurde ich schon erkannt, nachdem einige Zeitungen und Webseiten über mich geschrieben haben.“

In weniger als einer Woche hat Currie schon sechs verschiedene Städte im Süden Neuseelands besucht und 90 von 151 Pokémon gefangen. „Wenn ich mit meiner Reise fertig bin, gehe ich zurück nach Auckland und werde mir wieder einen Job suchen“, so Currie, „aber ich werde trotzdem weiter Pokémon fangen.“

Den Job wird er dann wohl auch brauchen, im Moment wird er von Freunden und seiner Familie unterstützt. "Seine Oma und ich verstehen das Spiel zwar nicht, aber ich erinnere mich daran, wie er es in seiner Kindheit geliebt hat. Ich freue mich, dass er draußen in der Welt ist und so viel von Neuseeland sieht. Ich unterstütze ihn zu hundert Prozent“, so Tania Dobbs, Toms Mutter, zum Guardian.