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Porträt
07/02/2013

25 Millionen für App-Idee

Lucas Duplan ist 22 und hat gerade seinen Bachelor gemacht. Für seine App "Clinkle" erhält er 25 Mio. US-Dollar.

Abenteurer, Erfinder, Erforscher. Fokussiert aufs Entwickeln eines erstaunlichen Produkts, also nicht twitternd für eine Weile“, so stellt sich Lucas Duplan auf Twitter vor. Und tatsächlich, bisher hat er noch nichts getwittert. Dabei ist das sehr ungewöhnlich für einen frischen Absolventen der Computer-Wissenschaften, noch dazu in Stanford, Kalifornien.

Lucas Duplan darf sich definitiv als Erfinder bezeichnen. Zwei Jahre lang hat er mit Studienkollegen eine mobile Bezahl-App entwickelt, die seiner Meinung nach etwas völlig Neues ist. Zum Teil haben seine Professoren in das Projekt investiert, insgesamt konnte Duplan 25 Millionen US-Dollar akquirieren, um es zu realisieren. Mit dem Konzept der mobilen Bezahl-App „Clinkle“ sorgte er so für die höchste Seed-Finanzierung (Anm.: die frühe Investition in ein Startup) im Silicon Valley. Beispiele wie die Startups Color und Adkeeper zeigen, dass viel Geld am Anfang nicht für Erfolg am Ende spricht. Aus einer Alltagsschwierigkeit hat Duplan aber eine Idee entstehen lassen, die ihm mehr Millionen verschafft, als er selbst Lebensjahre zählt. Wie hat er das geschafft?

Zur Idee im Ausland

Der 22-Jährige hat einen Sommer in London studiert – und dort erlebt, wie mühsam es ist, ein Konto einzurichten und US-Dollar in britische Pfund zu wechseln. Die Kreditkarte vergessen und das falsche Geld in der Tasche, konnte er vorerst nicht einmal einen Sandwich kaufen. Als technik-affiner Student musste er feststellen, dass ihm sein Handy nicht weiterhelfen konnte – für ihn unvorstellbar, könne doch das Handy (beinahe) alles. Daraufhin war die Millionen-Idee geboren: eine App, die Bargeld und Kreditkarte ersetzt. Mit Scheinen, Münzen und Karten plagten sich die Menschen immerhin schon viel zu lange.

Erfolg mit erster Firma

Clinkle“ soll erst Ende des Jahres auf den Markt kommen. Der Name kommt vom Geräusch, das Münzen machen: sie klimpern. In Zukunft wird also auch „Clink it!“ eine gängige Phrase? Dem jungen Duplan ist zuzutrauen, aus dem Projekt eine internationale Erfolgsstory zu machen.Seine erste Firma zählt bereits 50 Mitarbeiter und 18 namhafte Investoren, die Duplan zum Geldgeben überredet hat, unter anderen ein ehemaliger Facebook-COO. Mit Facebook hat Duplans App noch etwas gemein. Zuerst wird sie dort verbreitet, wo das größte Social-Media-Portal 2004 abgehoben hat: am Campus. Nicht der große Markt, sondern amerikanische Studenten werden also die Ersten sein, die das mobile Zahlsystem nützen.

Zur Clinkle-Webseite

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