Österreicher lassen sich vom Zinsentief nicht vom Sparen abhalten

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
02/24/2021

IV und Aktienforum wollen niedrigere Kapitalertragsteuer auf Wertpapiere

Absenkung von 27,5 Prozent auf 25 Prozent gefordert. Und: Gleichbehandlung bei Zinsen von Eigen- und Fremdkapital.

von Anita Kiefer

Nur jeder bzw. jede Fünfte kennt sich laut Selbsteinschätzung gut oder sehr gut mit dem Thema Veranlagung an der Börse aus. 43 Prozent hingegen kennen sich gar nicht gut aus. Ein ernüchterndes Ergebnis einer Studie des Instituts Peter Hajek Public Opinion Strategies im Auftrag des Aktienforums. Und: 40 Prozent der Befragten geben fehlendes Wissen über den Aktienmarkt als ihren Haupt-Vorbehalt gegen Aktienmärkte an. Befragt wurden - online oder telefonisch - 1.000 Personen.

Diese Daten nahmen heute Industriellenvereinigung und Aktienforum zum Anlass, ihre Forderungen hinsichtlich der leichteren Zugänglichkeit und der Attraktivierung des Kapitalmarkts zu präsentieren. Die Österreicherinnen und Österreicher seien nach wie vor "Kapitalmarktmuffel", so Industriellenvereinigung-Präsident Georg Knill dazu. Ein Problem aus Sicht der beiden Institutionen, denn: Immerhin sei der Kapitalmarkt, so Aktienforum-Präsident Robert Ottel, angesichts der Zinsen auf Spareinlagen "alternativlos". Zentrale Forderung: Die Senkung der Kapitalertragssteuer auf Wertzuwächse bei Wertpapieren von 27,5 auf 25 Prozent. Und: Steuerfreiheit bei einjähriger Behaltedauer. Eine solche gab es in Österreich bereits, wurde aber 2012 wieder abgeschafft.

Ende der "Diskriminierung" gefordert

Darüber hinaus wünschen sich IV und Aktienforum die Gleichbehandlung von Fremd- und Eigenkapital hinsichtlich der Zinsen. Immerhin können jene bei Fremdkapital ja steuerlich abgesetzt werden. Hier sei man aber in intensiven Gesprächen mit dem Finanzministerium, so Georg Knill - er erwarte sich Details bzw. einen Vorschlag im ersten Halbjahr 2021.

Darüber hinaus soll laut Idee der beiden Institutionen auch die Wirtschafts- und Finanzbildung gestärkt werden. Konkret sollen Lehrmaterialien überarbeitet und um finanzrelevante Inhalten erweitert werden.

 

 

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