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"Interio"-Chefin schlittert mit 24,6 Millionen Euro Schulden in die Pleite

Den Gläubigern soll laut der Unternehmerin ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden.
Janet Kath

Für Janet Kath ist am Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Wiener Neustadt beantragt worden. Die Unternehmerin ist als Vermieterin und geschäftsführende Gesellschafterin der Magazin 07 Möbel & Errichtung GmbH tätig, die den Interio-Markt in Vösendorf betreibt. Das bestätigt Günther Moser von Creditreform dem KURIER.

Streit um Mietzahlungen

Der Hintergrund der Krise: Über die Magazin 07 Möbel & Errichtung GmbH läuft bereits ein Insolvenzverfahren. Die Gesellschaft hatte sich in einem Gebäude (Superädifikat) in Vösendorf eingemietet, das Kath gehört. Wegen der Finanzkrise der GmbH konnten die Mietzahlungen zuletzt nicht mehr vollständig bedient werden. Es soll zu Rechtsstreitigkeiten mit dem Grundeigentümer, der Shopping Center Planungs- und EntwicklungsgmbH gekommen sein. Vor dem Bezirksgericht Mödling soll ein Räumungsverfahren laufen, dessen Ausgang offen sei.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut AKV und Creditreform auf rund 24,61 Millionen Euro, davon sind 15,52 Millionen Euro unbesichert. Betroffen sind acht Gläubiger.

Quote von 20 Prozent geplant

Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden. Kath plant, den Nutzungsvertrag für die Liegenschaft und das Bestandsverhältnis für das Superädifikat (Gebäude) fortzusetzen. Mitarbeiter beschäftigt die Unternehmerin keine. 

"Der angebotene Sanierungsplan soll gemäß Eigenantrag mittels finanzieller Unterstützung von dritter Seite bzw. diverser Rückstehungserklärungen erfüllt werden", so der AKV. "Im Zuge des Insolvenzverfahrens wird die Antragstellerin ihr Erfüllungskonzept noch eingehend darzulegen haben, welches zu überprüfen sein wird."

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