© Photo Simonis Wien

Leckerbissen
06/20/2015

Zu Besuch bei "Marco Simonis – Bastei 10"

Kaffee, Spezialitäten und Wohnaccessoires: Ein "Design- und Food-Shop" in Wien beweist, dass Industrie-Chic und Wohnzimmer-Atmosphäre gut zusammenpassen.

von Ursula Horvath

Dezentes Vogelgezwitscher begrüßt die Gäste von "Marco Simonis – Bastei 10". Weil es beruhigt und eine angenehme Atmosphäre schafft. "Hier gibt es viele Kanzleien. Die Leute kommen zwischen zwei Terminen, atmen durch, genießen eine kurze Auszeit", erklärt Geschäftsführer Marco Simonis, der sich nach 20 Jahren bei frederik's catering mit einem, wie er es nennt, "Design- und Food-Shop" selbstständig gemacht hat. Dafür verwandelte er eine ehemalige Druckerei im ersten Bezirk in eine Mischung aus Café, Greißler, Take-away, Vinothek, Antiquitätengeschäft, Blumenhandlung und Fundgrube für exklusive Wohnaccessoires.

Essen und trinken

Die alten Zwischenwände wurden entfernt, heute befinden sich auf der 200 Quadratmeter großen Fläche zwei Verkaufsräume und eine kleine Küche: "Im vorderen Bereich wollten wir ein wenig Industrie-Chic haben", erklärt Simonis. Die farbenfrohen Produkte werden in Regalen aus Metall und Holz präsentiert. Der Boden besteht aus einem Estrich mit einer Epoxiharzbeschichtung. Wände und Decke sind in dezenten Grautönen gehalten. "Es war klar, dass wir Möbel aus Holz dazu kombinieren, damit das Ganze nicht zu kalt wirkt", sagt Simonis.

Herzstück dieses Raumes ist die Bar. Eine Herausforderung war die Gestaltung der Fronten: "Ich wollte echten Beton, aber das hätte nur eine Firma in Berlin gemacht und die hätte keine Garantie für den Transport übernommen. Also haben wir Kunststofftafeln mit Beton beschichten lassen. Die obere Platte ist ein Natursteinkonglomerat und wiegt allein eine Tonne", erzählt Simonis.

Kunst und Wohnaccessoires

Im rückwärtigen Teil ist die Atmosphäre eine andere: Hier gibt es Bilder und Bücher, Geschirr und Wohnaccessoires. "Wir haben versucht, diesen Raum gemütlich zu gestalten. Der Kunde soll sich vorstellen können, wie die Stücke bei ihm zu Hause aussehen. Deshalb gibt es einen schön gedeckten Tisch und nicht einfach einen Stapel Teller", sagt Simonis. Die meisten Ideen kamen vom Eigentümer selbst, eine junge Architektin half dabei, unter den vielen Vorschlägen die richtigen auszuwählen und in einen Plan zu gießen. So wurden etwa die alten Kastenfenster und Türen möglichst original belassen und behutsam saniert.

"Spannend war die Frage, wie man die Räume verbindet und gute Abläufe schafft", sagt Planerin Delia Mark, die heute im Büro SNP Architektur tätig ist. "Vor allem eine Sichtachse vom Eingang durch den ersten bis in den zweiten Raum war wichtig. Wenn man am Abend draußen vorbeigeht, sieht man bis ganz nach hinten. Und man wird vielleicht neugierig und kommt am nächsten Tag wieder."

Dominikanerbastei 10, 1010 Wien, Tel. 0664/820 52 19

www.marcosimonis.com

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