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Tipps
09/03/2013

Zeit für einen Tapetenwechsel

Die Auswahl an Produkten ist groß: Das sollten Sie beim Einkaufen und Aufkleben bedenken.

Gestern fand man die orange Wand noch stilvoll, heute nur noch unpassend. Geschmäcker ändern sich – auch bei der Wohnraumgestaltung. Wer lieber klebt als malt, sollte wissen, dass es viel mehr als die klassische Papiertapete gibt.

„Tapezieren ist vor allem eine Geschmackssache, damit lassen sich üppige Dekore an die Wand bringen“, sagt Barbara Bauer, Expertin für Innenraummaterialien der Baubook (Datenbank für ökologisches Bauen und Sanieren).

Ob aus Kunststoff-, Rau-, oder Glasfasern: Jede Art von Tapete weist verschiedene Vorteile und Besonderheiten auf.

Bei der Verlegung von Glasfasertapeten braucht man zum Beispiel einen Spezialkleber. Bei der Verarbeitung entsteht dann feiner Glasstaub, der zu Hautreizungen führen kann. Generell ist das Material aber sehr stabil, feuerfest und kann öfters überstrichen werden. Glasfasertapeten zeichnen sich vor allem durch ihre Belastbarkeit, Strapazierfähigkeit und Zugfestigkeit aus. Außerdem können sie dabei helfen, Risse in der Wand zu verhindern.

Raufasermodelle sind preisgünstig und können ebenfalls mehrmals überstrichen werden. Gesundheitlich bedenkliche Stoffe wie Schwermetalle oder Formaldehyd sind in Raufasertapeten kaum enthalten. Besonders Umweltfreundliche entscheiden sich für ungebleichte, aus Recyclingpapier hergestellte Produkte.

Textiltapeten bestehen aus Kunststoff- oder Naturfasern wie Jute, Leinen, Baumwolle oder Gräsern. Diese sind allerdings im Falle einer Hausstauballergie nicht zu empfehlen, da sich Staub in den offenen Strukturen gut anlegen kann. Natürliche Stoffe haben jedoch nicht nur Vorteile: Tapeten mit Wollfasern können zum Beispiel mit Mitteln gegen Motten behandelt sein.

Vor einem wechsel muss man zuerst den Untergrund überprüfen. „Der muss natürlich halbwegs glatt und tragfähig sein, es gibt aber auch allerlei Produkte für die Untergrundbehandlung, bei denen auf Lösungsmittelfreiheit zu achten ist“, erklärt Bauer.

Anschließend muss die Tapete zugeschnitten werden. Vorsicht bei solchen mit Muster: Hier sind meistens Markierungen auf der Rückseite angebracht. Wenn mehrere Tapetenbahnen zugeschnitten worden sind, tragen Sie Kleister auf die Rückseiten auf. Dann diese zusammenfalten, sodass die Längskanten genau aufeinander liegen. Danach die Bahn vorsichtig entfalten und die unteren Teile an der Wand auseinanderziehen. Achtung: Manche Tapeten dünsten in den ersten Tagen aus, daher empfiehlt sich, nach dem Tapezieren auszulüften.

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