© Vorarlberger Holzbaupreis /Adolf Bereuter

Wirtschaft Immobiz
09/09/2019

Vorlarlberger Holzbaupreis: Best of Holz

Mit dem Holzbaupreis 2019 zeigen die Vorarlberger Holzbau-Betriebe erneut ihr Können. Eine Auswahl an preisgekrönten Gebäuden.

von Barbara Nothegger

Anstelle eines niedergebrannten Bauernhauses in einer Ortsbildschutzzone im Dorf Trogen im Kanton Appenzell Ausserrhoden (Schweiz) plante der Dornbirner Architekt Bernardo Bader ein Mehrfamilienhaus: Das Haus am Schopfacker (siehe oben). Nun gewann das Gebäude den Vorarlberger Holzbaupreis 2019 in der Kategorie "Außer Landes".

Der Preis wurde kürzlich in verschiedenen Kategorien vergeben. In der Jury saßen diesmal: Milena Karanesheva, Markus Klaura, Chris Precht und Reinhard Wiederkehr. „Es ist erfreulich, dass der Holzbaupreis sich dieses Jahr auch auf Sanierungsprojekte und Bauen im Bestand konzentriert,“ Verena Konrad, Direktorin des Vorarlberger Architektur Instituts. Hier einige Beispiele von Gewinner-Projekten:

Gemeindebauten Mellau: Dorner Matt Architekten planten einen Kindergarten und Dorfsaal

In Mellau im Bregenzerwald nahm man sich für die Planung der neuen Gemeindebauten viel Zeit. Die Bauherren analysierten genau, was in Mellau gebraucht wurde: ein neuer Kindergarten, einen Dorfsaal (der als Turn- und Veranstaltungssaal dient), Tiefgarage sowie ein Musikprobelokal sollte das neue Gebäude mitten im Dorfzentrum bieten. In einem Architekturwettbewerb setzten sich Dorner Matt Architekten für die Planung der Gebäude  durch und wurden nun in der Kategorie „Öffentlicher Bau“ geehrt.

Sanierung Haus Maurer, Wolfurt: Erhaltung der ortsprägenden Bausubstanz

Das Rheintalhaus hätte einfach weggerissen und durch ein Neubauprojekt ersetzt werden können. Doch Bauherr Reinhard Maurer entschied sich, das Mehrfamilienhaus zu erhalten – und damit die ortsprägende  Bausubstanz. Die Planung übernahm die Baukultur Management in Schwarzenberg.  Die niedrigen Räume wurden geschickt mit gut brauchbaren Außenflächen verbunden. Das Haus Maurer wurde mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2019, Kategorie „Sanierung/Anbau/Aufstockung“, ausgezeichnet. 

Montagehalle, Reuthe: Die Tischlerei Kaufmann errichtete eine Fertigungshalle

Wie praktisch, wenn ein Unternehmen seine neue Fertigungshalle gleich selbst bauen kann und dafür auch noch den Vorarlberger Holzbaupreis (Kategorie Gewerbebau) bekommt: so geschehen bei der Zimmerei und Tischlerei Kaufmann in Reuthe. Das Holzbauunternehmen, das selbst die Geschichte des „Neuen Vorarlberger Holzbaus“ geprägt hat, benötigte eine neue Montagehalle. Geplant hat das Gebäude Johannes Kaufmann Architektur in Dornbirn.    

Haus W., Bezau: Umbau eines Stallgebäudes zum Einfamilienhaus

Am Südhang von Bezau steht ein altes Bauernhaus. Der dazugehörige Stall wurde abgetragen und an dessen Stelle ein Neubau errichtet. Zwei Eingangstüren, zwei Wohneinheiten – Bestand und Neubau. Die Planer, firm Architekten aus Lustenau, achteten aber darauf, dass beide Teile formal als ein Gebäude in Erscheinung treten. Dies wird mit dem durchlaufenden Dach und einem umgehenden Sockel bewerkstelligt. Der Neubau ist ein Holz-Betonbau und wurde 2018 fertiggestellt.