© Michael Wodnar

Wirtschaft Immobiz
07/12/2020

Städte-Überblick: Wo wohnen (un-)leistbar ist

Der Deloitte Property Index erhebt jährlich die Quadratmeter Preise in den Ländern und Städten Europas

von Julia Beirer

Paris, die Stadt der Liebe – und leider auch die Stadt des kaum noch leistbaren Wohnraums. Mit 12.900 Euro pro Quadratmeter führt die französische Hauptstadt auch in diesem Jahr den Deloitte Property Index an. Erhoben wurden Daten aus insgesamt 23 Ländern und 68 Städten. Auf Platz zwei der europäischen Städte rangiert Luxemburg mit 9.600 Euro und München mit 8.300 Euro pro Quadratmeter auf Platz drei.

10 Gehälter für eine Wohnung

Wien liegt davon zwar abgeschlagen, die Preise haben sich in den vergangenen Jahren aber stetig gesteigert: Ein Quadratmeter kostet durchschnittlich 4.900 Euro. Österreichweit liegt diese Zahl bei 4.200 Euro.

Umgerechnet bedeutet das, dass für eine 70 Quadratmeter Wohnung, zehn durchschnittliche Bruttojahresgehälter bezahlt werden müssen. „Diese Preisentwicklung ist auf das günstige Zinsumfeld, steigende Baukosten und die wachsende Beliebtheit von Immobilien als Anlageform zurückzuführen“, sagt Immobilienexpertin Gabriele Etzl.

Wiener Mieten sind moderat

Vergleichsweise moderat ist dafür der Wiener Mietmarkt. Mit durchschnittlichen 9,90 Euro pro Quadratmeter ist die Bundeshauptstadt laut Deloitte „durchaus leistbar“. Das zeigt auch der unmittelbare Vergleich mit den teuersten Mietstädten: In Luxemburg kostet der gemietete Quadratmeter rund 31 Euro, in Paris 28 Euro.

Die Analyse zeigt auch, dass in fast allen Ländern die Preise in den Städten deutlich über dem Landesschnitt liegen. Einzig Ausnahme ist Graz. Hier liegen die Verkaufspreise bei rund 85 Prozent, verglichen zum Bundesschnitt.

Hat Covid-19 Auswirkungen auf den Immobilienmarkt?

Welche Auswirkungen Covid-19 auf den Immobilienmarkt hat, können Experten noch nicht einschätzen. Laut Deloitte gehen sie aber davon aus, dass die Kaufpreise kaum von der Krise betroffen sein werden. Etzl: „Projektentwickler sind auf Komplikationen vorbereitet, daher dürfte es trotz Verzögerungen bei der Genehmigung von Bauvorhaben zu keinem signifikanten Ausfall der Bautätigkeit kommen.“

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