Sicheres Spielen am Balkon

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Gefahrenzone Balkongeländer: So verhindern Sie riskante Klettertouren Ihrer Kinder.

Man kann frische Luft schnappen und im Freien spielen, ohne die Wohnung zu verlassen. Eigentlich perfekt. Doch wenn Kinder versuchen, die Welt jenseits des Geländers zu erkunden, kann es gefährlich werden. "Es sind zwar nur Einzelfälle, aber wenn etwas passiert, dann immer mit schwerwiegenden Folgen", sagt Anton Dunzendorfer, Bereichsleiter im Kuratorium für Verkehrssicherheit. Dabei wären Unfälle leicht zu vermeiden.

Das Balkongeländer sollte keine Querlatten haben, an denen die Kleinen hochklettern können. Auch Aufstiegshilfen wie Sessel oder Blumentöpfe sollte man vermeiden. "Kinder - und zwar schon zwei- oder dreijährige - sind geschickter und schneller, als man glaubt", warnt Dunzendorfer.

Ein Weidenzaun oder eine Bambusmatte verhindern Kletter-Abenteuer und versperren gleichzeitig neugierigen Nachbarn die Sicht. Beim Kauf sollte man auf eine gute Qualität achten.Kinder könnten sich an hervorstehendem Draht verletzen. Auch Kunststoff-Netze in verschiedenen Farben und Größen sind eine Möglichkeit. "So ein Netz muss aber ordentlich montiert sein", sagt Dunzendorfer.

Gefährliche Klettertour: Ungesicherte Balkongeländer sind geradezu eine Einladung für Kinder.
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Eine elegante Lösung sind Platten aus Plexiglas, die am Balkon fest geschraubt werden. Dieses Material ist mit einer herkömmlichen Säge schwer zu bearbeiten. Am besten lässt man sich diese Acrylglas-Platten im Spezialgeschäft zuschneiden. Eine elegantere, aber auch teurere Variante sind echte Glasplatten.

Balkontüren und Fenster sollte man mit einer Fenstersperre versehen. Eine günstige, aber wirkungsvolle Maßnahme. "Damit kann man das Fenster etwa zehn Zentimeter weit öffnen, bevor es einrastet. Es kann nicht zufallen und es geht auch nicht weiter auf", so Dunzendorfer. In neuen Wohnungen gibt es auch oft versperrbare Tür- und Fenstergriffe.

Ein wachsames Auge
können auch die besten Maßnahmen nicht ersetzen. Kinder nicht allein auf dem Balkon zu lassen, ist eben immer noch die sicherste Möglichkeit.

Erstellt am 05.12.2011