Rundumerneuerung für die Leopoldstadt

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Neben öffentlichen Gebäuden wie dem Praterstern und der neuen Wiener Wirtschaftsuniversität sorgen zahlreiche Wohn- und Büroprojekte im zweiten Bezirk für einen Frischekick.

Das Riesenrad und der Prater waren viele Jahre lang der Publikumsmagnet in der Leopoldstadt. Nun bekommen sie Unterstützung. In den letzten Jahren ist in Sachen Stadtentwicklung einiges passiert und vieles ist derzeit in Planung. Das vom Rotlicht geplagte Stuwerviertel und die Prateralleen wurden aufgewertet. Der Praterstern und der Vorgartenmarkt erhielten ein gelungenes Facelifting. Die neue Anschrift der Wirtschaftsuniversität wird künftig Leopoldstadt lauten und das Büro- und Geschäftsgebäude Marina City direkt an der Donau soll für weitere Impulse im Bezirk sorgen.

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Das Zielgebiet Donauraum Leopoldstadt –Prater soll noch attraktiver und lebenswerter werden. Den ersten Schritt in Richtung Aufwertung schaffte man etwa mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 und der neuen Messe Wien. Neben öffentlichen Gebäuden sind aber auch einige interessante Wohnprojekte errichtet worden. Eines davon ist etwa das Projekt Viertel Zwei, hier wurden die Bereiche Wohnen und Arbeiten miteinander verbunden. Auf dem Gelände der ehemaligen Wilhelmskaserne wurden im Zuge des Stadtentwicklungsplans rund 447 geförderte Wohnungen gebaut.

Koordination

Ute Schaller ist die zuständige Zielgebietskoordinatorin des zweiten Bezirks. Ihre wichtigste Aufgabe? Den Überblick nicht zu verlieren: „Wir sind die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Projekte, die im Bereich Donauraum Leopoldstadt realisiert werden sollen.“ Dabei geht es nicht nur um die Errichtung neuer Gebäude: „Eine so großflächige und langfristige Planung beinhaltet nicht nur Objekte. Wir kümmern uns um die Erhaltung von bestehenden Plätzen und Gebäuden, neue Grünflächengewinnungen oder aber auch um Durchwegungen.“

Ein ebenfalls sehr umfangreiches Bauprojekt ist der Nordbahnhof. Bis hin zum Donau-Ufer wurden Wege geschaffen, um den Bereich des Donaukanals wieder zu beleben. Bis zum Jahr 2025 sollen auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs 10.000 Wohnungen, Büros, ein Bildungscampus und Gewerbeflächen entstehen. Derartige Großprojekte verlangen nach sozialer Infrastruktur. Ein Punkt, um den sich auch die Zielgebietskoordinationsstelle kümmert. Ebenfalls auf der Zielgebiets-Agenda: Brücken und Fußwege zur sicheren Überquerung des Donau-Ufers.

Die neuen Impulse, die im zweiten Bezirk derzeit oder demnächst gesetzt werden, machen den Standort noch attraktiver. Prater und Riesenrad stehen künftig also nicht mehr alleine da.

Erstellt am 15.03.2013