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Marktbericht
10/26/2014

Häuser für die Ewigkeit

Zinshaus-Marktbericht: Niedrige Renditen, steigende Preise.

von Ursula Horvath

Reich wird man nicht mehr mit einem Zinshaus. Aber man kann sich auf den Substanzwert und die regelmäßigen Mieteinnahmen verlassen. Abhängig von der Lage können Investoren mit einer Rendite von 1,4 Prozent in der Innenstadt und maximal 5,8 Prozent im 10. und 11. Bezirk rechnen – so das Ergebnis des aktuellen "Wiener Zinshaus-Marktberichts" der Otto Immobilien Gruppe. "Berücksichtigt man auch die Ausgaben für die laufende Erhaltung, bleibt dem Eigentümer am Ende des Tages oft nur ein Prozent in der Tasche", sagt Eugen Otto.

Mangels guter Anlage-Alternativen bleibt der Zinshausmarkt dennoch attraktiv. Die Preise sind leicht gestiegen und liegen innerhalb des Gürtels bei durchschnittlich 1250 Euro pro Quadratmeter. Hier ist auch die Nachfrage am größten: Die meisten Transaktionen im ersten Halbjahr 2014 gab es im 5., 6. und 7. Bezirk. Als neue Trendviertel gelten auch Teile des 10. Bezirks (rund um den Keplerplatz) und Teile des 12. Bezirks (zwischen Längenfeldgasse und Gürtel). Eine erhöhte Nachfrage gibt es außerdem im 17. Bezirk – vor allem entlang der geplanten U-Bahn-Linie U5.

Käufer und Verkäufer

Die Käufer sind zu zwei Dritteln Unternehmen und Versicherungen. Auf der Verkäuferseite sind mehr als die Hälfte Privatpersonen. "Es ist schwierig, an gute Objekte zu kommen. Wer ein Zinshaus erworben hat, behält es auch – außer er hat einen guten Grund zu verkaufen", sagt Otto. "Vor allem Erben, die sich nicht einigen oder Sanierungen nicht finanzieren können, veräußern ihre Immobilie." Zwischen ein und 2,5 Millionen Euro kostet ein durchschnittliches Zinshaus. Im ersten Halbjahr haben auch einige sehr teure Objekte den Besitzer gewechselt, weitere Transaktionen sind für das zweite Halbjahr geplant. Der Zinshausmarkt bleibt also in Bewegung.
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