Finden Sie 2012 ihre Traumwohnung?

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Zusammen- oder ausziehen. Mehr Platz oder eine andere Stadt. Es gibt viele Gründe für eine neue Bleibe: Darauf sollten Sie bei Suche und Besichtigung achten.

Manche tun es alle paar Jahre, andere nur ein oder zwei Mal im Leben: umziehen. In jedem Fall wirft die Suche nach einer neuen Bleibe viele Fragen auf.

Wer ans Übersiedeln denkt, sollte zuerst die finanzielle Situation überdenken. Denn die monatlichen Wohnkosten sollten nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens verschlingen. Zur Miete oder den Kreditraten für die Eigentumswohnung kommen noch die Betriebskosten und die Ausgaben für Heizung und Strom dazu.

Ist das Budget geklärt, kann die Suche beginnen. Zeitungsinserate (im Printbereich hat IMMO jeden Samstag das größte Angebot) und Online-Plattformen sind die klassischen, aber nicht die einzigen Quellen. Deponieren Sie im Freundes- und Bekanntenkreis, dass Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind.

Wer sich für eine geförderte Wohnung interessiert, fragt direkt beim Bauträger oder beim Wohnservice Wien nach. Für die Vergabe von Gemeindewohnungen ist Wiener Wohnen zuständig. Aber Vorsicht: Für geförderte Wohnungen gibt es verschiedene Einkommensgrenzen.

Fragen über Fragen

Auf jeden Fall, kann es nicht schaden, sich mehrere Objekte anzuschauen. Denn viele Vor- und Nachteile fallen erst im Vergleich auf: Entspricht die Raumaufteilung den persönlichen Bedürfnissen? Kann man die Wohnung gut einrichten und gibt es genug Stauraum? Gibt es ein Kellerabteil? Fühlt man sich im Stiegenhaus wohl? Ist das Haus in einem guten Zustand? Passen die Infrastruktur und die Verkehrsanbindung?

Die Entscheidung für eine Wohnung ist meistens eine sehr emotionale. Trotzdem sollte man nichts überstürzen und das Objekt mehrmals besichtigen, bevor man einen Vertrag unterschreibt: Am Abend und am Wochenende können die Lichtverhältnissen und der Lärmpegel ganz anders sein, als tagsüber und unter der Woche. Behalten Sie die Nerven: Schnappt Ihnen ein anderer die Wohnung weg, sollte es nicht sein – Sie werden eine noch bessere finden.

Wenn es so weit ist, achten Sie darauf, dass bei der Übergabe der Wohnung ein Übernahme-Protokoll ausgefüllt wird. Darin werden offensichtliche Mängel dokumentiert und es wird der Gesamtzustand der Wohnung beschrieben. So kann der Mieter beim Auszug nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die schon bei Beginn des Mietverhältnisses vorhanden waren.

Wer eine Altbauwohnung mietet, hat das Gesetz (MRG) auf seiner Seite und profitiert von vorgegebenen Obergrenzen für den Mietzins. Alle anderen müssen mit höheren Mieten rechnen und sollten den Vertrag besonders gut studieren. Im Zweifelsfall können Mieterschutzorganisationen, der Verband für Konsumentenschutz oder ein Rechtsanwalt helfen.

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( Kurier ) Erstellt am 08.01.2012