Wirtschaft | Immobiz
05.02.2015

Alles in Ordnung: So schaffen Sie Platz und nützen ihn richtig

Jeder braucht ihn, doch kaum jemand hat genug: Stauraum. Tipps zum Ausmisten, Aufräumen und Aufbewahren.

Die Post stapelt sich auf dem Esstisch, die Handschuhe kugeln auf der Couch herum, die schmutzigen Socken hängen über dem Sessel und die Ohrringe sind seit Wochen verschollen. Wenn ständig Sachen herumliegen (oder verschwinden), ist meist einer dieser drei Punkte mitschuld: Es gibt keinen klar definierten Aufbewahrungsort. Es gibt einen, aber er ist schwer zu erreichen. Die vorgesehene Lade oder das Fach ist voll.

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Weisen Sie jedem Ding seinen Platz zu – und besprechen Sie das auch mit den anderen Familienmitgliedern. Alles, was man häufig braucht, wird griffbereit und in Augenhöhe verstaut. Laden, Kisten und Fächer sollten nie bis zur Oberkante gefüllt sein. Sortieren Sie daher regelmäßig aus, was Sie nicht mehr brauchen.

Stauraum schaffen und nützen

Je mehr Gegenstände in geschlossenen Schränken und Laden untergebracht werden, umso aufgeräumter sieht es aus. Stauraum kann man nie genug haben: Mit Regalen, die vom Boden bis zur Decke reichen, holt man das Beste aus jedem Zentimeter Wohnfläche heraus. Dinge, die man nicht oft braucht, kann man (am besten in beschrifteten Kisten) auf einem Regal über dem Türstock deponieren. Wird der Platz trotzdem knapp, ist Kreativität gefragt: Ein oft vernachlässigter Bereich ist die Fläche unter der Stiege. Dabei könnte man hier sehr viele Dinge unterbringen. Die einfachste Variante sind unterschiedlich hohe Kästen. Wer jeden Zentimeter ausnützen will, lässt Einbauschränke maßanfertigen.

Stauraum muss nicht immer ein Möbelstück sein: In der Küche können Haken an der Wand zum Aufhängen von Tassen oder kleinen Töpfen dienen. Vor allem im Kinderzimmer bieten bunte Hängekörbe, die man an der Decke befestigt, zusätzlichen Platz für Spielsachen. Stapelbare Boxen aus Kunststoff helfen nicht nur den Kleinen beim Ordnunghalten.

Im Schlafzimmer kann man selten getragene Kleidungsstücke auch in Boxen unter dem Bett (sofern dieses nicht bis zum Boden reicht) verstauen. Besonders platzsparend sind Vakuum-Aufbewahrungsbeutel. Ordnung sollte auch hinter den Schranktüren herrschen. An einer Querstange an der Innenseite der Tür kann man Gürtel, Krawatten oder Schals aufhängen. Große Laden werden mit Einsätzen unterteilt.

Sofas und Sitzbänke mit integriertem Stauraum sind ideal fürs Wohnzimmer. In hohen Räumen könnte man ein Podest mit Laden oder Raum für Kisten einbauen (lassen) und damit zum Beispiel den Wohn- vom Essbereich trennen. So schafft man nicht nur Stauraum, sondern auch Struktur. In kleinen Räumen sollte ein Podest immer an einer der Wände oder in einer Ecke platziert werden. Die Höhe sollte 40 Zentimeter nicht übersteigen.

Ein Garderobenschrank sorgt für Ordnung im Vorzimmer. In kleinen Räumen spart man mit Schiebetüren Platz. Eine niedrige Kommode bietet sowohl Stauraum als auch eine Ablagefläche. Gebrauchsgegenstände wie Regenschirm oder Schlüssel sollten einen festen Platz haben. Für Schuhe gibt es passende Boxen, die man übereinander stapeln kann. So gewinnt man Platz und es sieht gleich viel ordentlicher aus.

Neues kommt, Altes geht

Nimmt die Sammelwut überhand, ist auch in einem großen Zuhause irgendwann schlicht und einfach kein Platz mehr. Man sollte sich daher an die simple Regel halten: Neues kommt, Altes geht. Kann man einem weiteren Paar Schuhe nicht widerstehen, muss man dafür ein altes verschenken oder entsorgen. Das gilt natürlich auch für Kleidungsstücke, Küchengeräte, Bücher und Spielsachen.

Das Ausmisten im großen Stil schieben viele gerne vor sich her. Wer sich aufrafft, wird belohnt – mit einem gemütlichen Zuhause und mehr Wohnqualität.

Aufheben: Egal, ob Sie Kleidungsstücke aussortieren oder die Schreibtisch-Lade aufräumen: Stellen Sie vier Kisten bereit. In der ersten landen alle Dinge, die Sie gerne und oft anziehen oder benützen und daher behalten.

Unentschlossen: Bei manchen Stücken weiß man nicht genau, ob man sie noch braucht. Diese landen in der „Bin-nicht-sicher“-Kiste, die nach dem Aufräumen in den Keller kommt. Was Sie nach einem Jahr nicht vermissen, kommt weg.

Verkaufen: Der Mantel ist noch sehr schön, aber er passt nicht mehr? Verkaufen Sie ihn auf dem Flohmarkt oder übers Internet. Oder spenden Sie Kleidungsstücke, die Sie nicht mehr tragen einer sozialen Einrichtung.

Wegwerfen: In der vierten Kiste wird alles gesammelt, was man ruhigen Gewissens entsorgen kann – etwa kaputte Kleidungsstücke oder Gegenstände. Diesen Karton sollten Sie nach dem Aussortieren schnell entsorgen.