Immobilien-Studie: Wer sich heute noch Eigentum leisten kann
Symbolbild
Zusammenfassung
- Erbschaften, Schenkungen und familiäre Unterstützung sind zentrale Faktoren beim Erwerb von Wohneigentum in Österreich.
- Mehr als ein Drittel der Eigentümer:innen hat Immobilien geerbt oder geschenkt bekommen, und auch Käufer:innen erhalten oft finanzielle Hilfe aus dem Umfeld.
- Der Wunsch, Eigentum an die nächste Generation weiterzugeben, ist stark ausgeprägt und wird als wichtige familiäre Absicherung gesehen.
Wohneigentum in Österreich ist für viele nicht ausschließlich das Ergebnis eigener finanzieller Leistung. Dies zeigt eine aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at zeigt. Vielmehr spielen Erbschaften, Schenkungen und familiäre Unterstützung eine entscheidende Rolle beim Erwerb von Immobilien - und das dürfte auch in Zukunft so bleiben.
Eigentum weit verbreitet, aber selten allein finanziert
Laut der Befragung lebt mit 55 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Österreicher in den eigenen vier Wänden. Doch nur ein Teil davon hat die Immobilie vollständig selbst finanziert. Mehr als ein Drittel der Eigentümer (36 Prozent) hat ihr Zuhause geerbt (28 Prozent) oder geschenkt bekommen (8 Prozent).
Rund jeder Zweite (51 Prozent) hat die Immobilie zwar selbst gekauft, doch auch hier zeigt sich die Bedeutung familiärer Unterstützung: 40 Prozent der Käufer erhielten finanzielle Hilfe aus dem Umfeld. Diese Unterstützung fällt unterschiedlich hoch aus - etwa die Hälfte bekam Zuschüsse zwischen zehn und 30 Prozent der Gesamtkosten, während ein Viertel sogar mehr als 30 Prozent beigesteuert bekam.
Erben bleibt zentraler Faktor
Die Studie macht deutlich, dass das Thema Erbschaft beim Immobilienerwerb weiter an Bedeutung behalten wird. Insgesamt erwarten 35 Prozent der Österreicher, künftig eine Immobilie zu erben. 22 Prozent rechnen mit einem vollständigen Erbe, weitere 13 Prozent mit Anteilen.
Besonders ausgeprägt ist diese Erwartung bei jungen Menschen: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen geht sogar etwa jeder Zweite davon aus, später Wohneigentum zu erben. Das deutet auf eine zunehmende Verlagerung von Vermögensaufbau hin zu intergenerationalen Transfers hin.
Großer Wunsch, Eigentum weiterzugeben
Parallel dazu zeigt sich auch eine klare Haltung in der Bevölkerung: Zwei Drittel der Befragten halten es für wichtig, selbst Wohneigentum zu schaffen, um es an die nächste Generation weiterzugeben. Nur rund ein Viertel teilt diese Ansicht nicht.
Besonders stark ist dieser Wunsch unter aktuellen Eigentümern ausgeprägt - hier stimmen sogar 72 Prozent zu, dass die Weitergabe von Immobilien eine wichtige Rolle spielt. Eigentum wird damit nicht nur als Wohnform, sondern auch als langfristige Absicherung für die Familie gesehen.
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass der Zugang zu Wohneigentum in Österreich stark von familiären Ressourcen abhängt. Erbschaften und finanzielle Unterstützung sind für viele zentrale Bausteine beim Immobilienerwerb - und werden es auch in Zukunft bleiben.
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Für die Trendstudie wurden im Jänner 2026 insgesamt 1.000 Österreicherinnen und Österreicher im Alter von 18 bis 69 Jahren online befragt. Die Erhebung wurde von Integral Markt- und Meinungsforschung durchgeführt und ist repräsentativ für diese Zielgruppe.
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