Miniwald im Häusermeer: Was eine Parzelle mit Bäumen in der Stadt bringt

Beim Österreichischen Klimatag wurden kleine Waldparzellen vorgestellt, die in Städten einen echten Unterschied machen.
Blick auf einen dicht bewachsenen Wald von oben

Miniwälder in der kompakten Größe von Einfamilienhaus-Grundstücken können Städte klimafitter machen. Als kleine Artenvielfalts-Inseln inmitten der Häuserlandschaften tragen sie zur Kühlung bei sowie speichern Wasser und Kohlenstoff. 

Diese Miniwälder waren Thema beim „26. Österreichischen Klimatages“, der von 8. bis 10. April in Wien stattfand. Cecilie Foldal, Expertin vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), pflanzte mit Kolleginnen und Kollegen kleine Bäume und Büsche auf 500 bis 1.000 Quadratmeter großen Arealen, auf denen zuvor etwa bloß ein karger Rasen wuchs.

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Im Klagenfurter Stadion fand 2019 die Kunstinstallation "For Forest" statt. 300 Bäume bildeten einen Wald am Stadionrasen. 

Etwa Silberlinden, Purpurweiden, Ahornbäume und Hopfenbuchen, ergänzt durch Weißdorn, Mehlbeere, Kornelkirsche und Quitte.

Die Bäume und Büsche werden als Kleinpflanzen eingesetzt, die nicht allzu viel Geld kosten. Nach wenigen Jahren Pflege sind sie auf sich alleine gestellt. In Schwechat und Wiener Neustadt verfolgen die Forscher, wie sich in Miniwäldern die Artenvielfalt der Pflanzen, Vögel, Nager, Insekten und Mikroorganismen entwickelt, welche Mengen an Kohlenstoff dort gespeichert werden und wie sich das Mikroklima verändert.

So wurden Laufkäfer beobachtet und das Vorkommen von Bienen dokumentiert. Vögel hätten dort viele Versteckmöglichkeiten, vor allem aber gedeihen in solch einem Miniwald auf einmal viel mehr unterschiedliche Pflanzen als auf der gemähten Wiese zuvor.

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