Winterdienst: Warum nicht überall gleichzeitig geräumt wird

Der Winter hat Österreich fest im Griff. So viel Schneefall hat es in den Vorjahren nicht gegeben. Wie sich das auf Unternehmen auswirkt, die Wege und Stiegen rund um Wohnanlagen räumen.
Eine Person schaufelt Schnee  vor einem Haus.

Hausbesitzer sind verpflichtet, an ihr Grundstück angrenzende Gehsteige -  und wege im Winter zu betreuen. Das bedeutet, sie müssen sie bei Schneefall räumen und bei Glatteis streuen, damit niemand zu Sturz kommt. Während viele Besitzer von Einfamilienhäusern dieser Pflicht höchstpersönlich - mal besser, mal schlechter - nachkommen,  lagern Hausverwaltung die Betreuung von Mehrparteienhäusern oft aus. An sogenannte Winterdienste. Wie groß die Herausforderungen in diesem Winter waren, haben wir drei Firmen gefragt,   

Ing. Oliver Attensam

Oliver Attensam

KURIER: Nach einigen schneearmen Wintern ist für Winterdienste wieder mehr zu tun. Wie gehen Sie damit um?

Oliver Attensam: Wir setzen auf vorausschauende und langfristigeEinsatz- und Personalplanung,um dafür gerüstet zu sein, sowie  genaue Wetterprognosen. So stellen wir sicher, dass wir auch bei erhöhtem Schneefall, Eisregen oder Blitzeis einsatzbereit sind.

Wie planen Sie, wenn Sie nicht überall zugleich sein können?

Wir setzen Prioritäten, der Fokus liegt aufsicherheitsrelevanten Flächen wie Gehwegen, Hauseingängen und Zufahrten. Die digitale Einsatzplanung  ist dabei entscheidend.

Wie groß sind Herausforderungen durch Dachlawinen?

Bei Gebäuden mit baulichen Mängeln oder wenn Schneefangsysteme fehlen, können Risiken durch Sichtkontrolle und Sicherungsmaßnahmen (Absperrungen) reduziert werden. 

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Florian Klissenbauer, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Klissenbauer

Nach einigen schneearmen Wintern ist für Winterdienste wieder mehr zu tun. Wie gehen Sie damit um?

Florian Klissenbauer: Als Garten- und Landschaftsbaubetrieb verfügen wir im Winter über ausreichend Stamm-Mitarbeiter. Durch vorausschauende Einsatzplanung auf Basis der Wetterprognosen können  wir rasch und effizient reagieren.

Wie planen Sie, wenn Sie nicht überall zugleich sein können?

Wir arbeiten mit klaren Prioritäten, etwa für Hauptverkehrswege und sensible Bereiche. Einsatzpläne, laufende Kommunikation und  Personalaufstockung bei Bedarf sorgen für effiziente Abwicklung.

Wie groß sind Herausforderungen durch Dachlawinen?

Bei Tauwetter stellen Dachlawinen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Wir sichern betroffene Bereiche ab, informieren Auftraggeberund koordinieren Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung. 

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Reinhard Hauser ist Geschäftsführer der Firma Alles Reini

Nach einigen schneearmen Wintern ist für Winterdienste wieder mehr zu tun. Wie gehen Sie damit um?

Reinhard Hauser: Egal wie der Winter ist: man muss für alles gerüstet sein. Ich motiviere das Team immer wieder und gebe genügend Ruhezeiten.

Wie planen Sie, wenn Sie nicht überall zugleich sein können? 
Wir geben  immer unser Bestes, zaubern können wir aber nicht. Eingänge, Notausgänge, stark befahrene Straßen und Bushaltestellen betreuen wir  zuerst. Die betreuten Flächen müssen in erster Linie rutschfrei sein.

Wie groß sind, wenn der Schnee dann taut, die Herausforderungen durch Dachlawinen, herabfallende Eiszapfen? 
Für  Dachlawinen gibt es Stangen und Warntafeln, da ist vonseiten der Hausbesitzer aber auch Selbstverantwortung gefragt. Wir sind natürlich ständig unterwegs und beobachten unsere Objekte.
 

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