Eigenheim-Index: Wo sich Familien in Österreich ein Haus leisten können
Ausreichend angespartes Eigenkapital ist für einen Hauskauf entscheidend.
In manchen Regionen Österreichs muss man für ein Eigenheim tiefer in die Tasche greifen als in anderen. So ist das Haus im Grünen im Speckgürtel um Wien deutlich teurer als im nördlichen Niederösterreich. Das Tarifvergleichsportal durchblicker hat nun einen Leistbarkeitsindex erstellt, der zeigt, welche Auswirkungen Kaufpreise, Einkommen und Zinskonditionen auf die Erschwinglichkeit eines durchschnittlichen Eigenheims haben.
Die Grafik zeigt, wo der Kauf eines Eigenheims für zwei durchschnittliche Verdiener per Kredit möglich ist.
„Seit dem Zinsrückgang hat sich die Lage wieder etwas entspannt“, sagt Simon Böchzelt, Leiter Immobilienfinanzierung bei durchblicker. Die monatliche Zinslast für Doppelverdienende mit Medianeinkommen liegt beim Zinssatz von 3,72 Prozent und einer Laufzeit von 30 Jahren in 52 von 105 ausgewerteten Bezirken unter 40 Prozent des Haushaltseinkommens. 2015 war das Eigenheim noch in zwei Drittel aller Bezirke gut leistbar, wobei Westösterreich und Ballungszentren für Durchschnittshaushalte schon damals schwer finanzierbar waren.
Teurere und billigere Gemeinden
Das „teuerste Pflaster“ ist neben Großstädten wie Wien sowie deren Speckgürtel auch der Westen Österreichs. Haushalte mit zwei Medianeinkommen müssen in Salzburg durchschnittlich 66,5 Prozent ihres Nettoeinkommens zur Kredittilgung aufwenden, in Vorarlberg 63,9 Prozent und in Tirol 62 Prozent.
Am günstigsten kommt man im Burgenland zu einem Haus, gefolgt von der Steiermark und Kärnten. Die Unterschiede zwischen einzelnen Bezirken sind oft groß: Während man in Gmünd für den Kredit eines durchschnittlichen Eigenheims knapp 16 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens einkalkulieren muss, liegt die Tilgungsrate in Mödling mit 57 Prozent weit über der Leistbarkeitsgrenze – gemessen an Doppelverdienenden mit Medianeinkommen.
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