Homeoffice

© APA/dpa/Sebastian Gollnow / Sebastian Gollnow

Wirtschaft
12/08/2020

Homeoffice dient zunehmend als Umsatztreiber

Viele Arbeitnehmer haben in den vergangenen Monaten ihre Fähigkeiten verbessert und für Effizienzsteigerungen gesorgt.

von Thomas Pressberger

Die digitalen Fähigkeiten von Arbeitnehmern sind durch die Corona-Krise über Nacht von einem Randthema zu einem entscheidenden Faktor im Arbeitsalltag geworden. Zu Beginn gab es teils große Defizite, die jedoch meist rasch aufgeholt wurden. Nicht selten kam es sogar zu Effizienzsteigerungen.

Stark aufgeholt

„Durch die Corona-Krise haben sich die Anforderungen stark geändert, es hat ein massives Aufholen bei den digitalen Fähigkeiten stattgefunden“, sagt Markus Hammer, Senior Manager bei McKinsey.

Voraussetzung dafür war nicht nur, dass der Bedarf vorhanden war, sondern auch der Wille – sowohl bei Arbeitgebern, als auch Arbeitnehmern – und eine funktionierende Infrastruktur. „Nur so können Videokonferenzen und die Zusammenarbeit auf virtueller Basis gut funktionieren“, sagt Hammer. Die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegen auf der Hand, so der Experte.

Weniger Kosen

Für Erstere bedeute mehr Homeoffice geringer Aufwände, da zum Beispiel weniger Kosten für Büroflächen und Geschäftsreisen anfallen würden. Bei gleichem Output sei dadurch sogar eine Produktivitätssteigerung drinnen. Eine aktuelle McKinsey-Studie hat auch Effizienzsteigerungen durch die bessere Gewöhnung an digitale Tools bestätigt.

Voraussetzung ist das Wissen, wie die Software, Prozesse und Einteilungen funktionieren. Schulungen, die das vermitteln, wandern ebenfalls immer häufiger in die virtuelle Welt.

Arbeitnehmer wiederum würden durch Homeoffice mehr Flexibilität gewinnen. In manchen Bereichen funktioniert das jedoch besser – bei Banken, Versicherungen und Telekom-Unternehmen – in anderen weniger – wie in der Altenpflege, in Krankenhäusern oder bei Maschinenbauern.

Risiko

Eine Gefahr besteht jedoch für die Arbeitnehmer: „Die soziale Isolation kann schwierig sein, das muss man beachten“, warnt Hammer. Auch seien Frauen häufiger benachteiligt, da sie oft für die Kindererziehung verantwortlich und damit stärker belastet seien.

In Zukunft wird eine gemischte Form Einzug in die Arbeitswelt nehmen, glaubt Hammer: „Wir werden nie wieder zurück zum Modell hundert Prozent Präsenz kommen, es wird aber auch nicht hundert Prozent Homeoffice geben.“ Er glaubt, dass die Arbeit – in Branchen, in denen Homeoffice funktioniert – künftig ein bis zwei Tage zu Hause und drei bis vier Tage im Unternehmen stattfinden wird.

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