Hornbach: Jahresziel trotz schwachen Winters erreicht

Von Dezember bis Februar lief es nicht allzu gut für Hornbach. Für das gesamte Geschäftsjahr konnte man dennoch seine Finanzziele erreichen.
Ein Hornbach-Baumarkt mit Parkplatz und dem Schriftzug "Eingang" ist bei Tageslicht zu sehen.

Zusammenfassung

  • Hornbach steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2025/26 um knapp vier Prozent auf gut 6,4 Mrd. Euro.
  • Der operative Gewinn (bereinigtes EBIT) sank trotz höherer Erlöse um knapp zwei Prozent auf 264,7 Mio. Euro, vor allem wegen gestiegener Kosten im vierten Quartal.
  • Die Aktie verlor nach Bekanntgabe der Zahlen rund dreieinhalb Prozent, obwohl Analysten die Ergebnisse angesichts des schwierigen Marktumfelds als solide bewerteten.

Ein Anstieg der Kosten hat dem Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach in den Wintermonaten zu schaffen gemacht. Im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 bis Ende Februar erreichte das Unternehmen zwar seine Finanzziele. Der Gewinn im Tagesgeschäft ging allerdings trotz höherer Erlöse zurück. An der Börse wurden die Neuigkeiten nach dem Wochenende schlecht aufgenommen.

Die Aktie der Hornbach Holding verlor am Montag kurz nach Handelsstart rund dreieinhalb Prozent auf 76,40 Euro und gehörte damit zu den stärkeren Verlierern in dem auch insgesamt gebeutelten Kleinwerte-Index SDAX. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund neun Prozent eingebüßt.

Analyst Volker Bosse von der Baader Bank wertete die Ergebnisse trotz allem als solide - gemessen an dem schwierigen Marktumfeld und einer gedämpften Verbraucherstimmung, vor allem in Deutschland. Trotz des gesunkenen operativen Gewinns seien die Zahlen etwas besser ausgefallen als am Markt erwartet, schrieb er.

Umsatz stieg um knapp vier Prozent

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März stieg Hornbachs Umsatz nach vorläufigen Zahlen um knapp vier Prozent auf gut 6,4 Mrd. Euro. Damit lag er klar über dem Vorjahreswert von 6,2 Mrd. Euro.

Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) ging hingegen um knapp zwei Prozent auf 264,7 Mio. Euro zurück. Der Vorstand hatte ein Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt, was nach Definition des Unternehmens eine Abweichung von fünf Prozent nach oben oder unten einschließt.

Höhere Kosten

Der Rückgang lag vor allem am vierten Geschäftsquartal mit den absatzschwachen Monaten Dezember bis Februar. In dieser Zeit konnte Hornbach die gestiegenen Kosten nicht vollständig ausgleichen. Der saisontypische bereinigte operative Verlust (bereinigtes EBIT) war mit 34,8 Mio. Euro deshalb sogar 14 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Ausführlichere Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr will der Konzern nach eigenen Angaben am 25. März veröffentlichen. Die endgültigen und geprüften Finanzergebnisse sollen am 19. Mai folgen.

Kommentare