Klimafreundliches Bauen: Neue Richtlinie soll für Klarheit sorgen

Baustoffe werden viel diskutiert. Um jene, die als klimafreundlich gehandelt werden, ist ein Zwist entbrannt.
Hauptbahnhof Salzburg, ausgezeichnet mit dem Europäischen Stahlbaupreis.

Mit der OIB-Richtlinie 7 („Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“) wird künftig  festgelegt, welche Bauweisen in Österreich als klimafreundlich gelten. Die Richtlinie wird aktuell ausgearbeitet, 2027 beschlossen und soll ab 2028/2030 schrittweise verpflichtend angewendet werden. Erstmals soll es dabei die Verpflichtung geben, verbindliche Anforderungen an das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, kurz GWP) über den Lebenszyklus von Gebäuden auszuweisen.

Aus Sicht des Österreichischen Stahlbauverbands ist dafür eine praxistaugliche, materialneutrale und EU-konforme Umsetzung entscheidend. In Österreich sei  lange  Zeit  die Co2-Bilanz des Holzbaus einseitig begünstigt worden, so die Kritik des Stahlbauverbands. Die Rede ist von „verzerrten Ökobilanzen“. Österreich nutze seinen Wald am Limit, der Sektor weise acht Millionen Tonnen zusätzliche Co2-Emissionen aus, Österreich müsse aber laut EU-Vorgaben jährlich zumindest 4,66 Mio. Tonnen binden. Sonst drohe ein Vertragsverletzungsverfahren, so der Stahlbauverband.  Der Fachverband der Holzindustrie weist die Kritik der Stahlbauer zurück.

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