Polizei löste Party auf

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© dpa/Stephan Jansen

Wirtschaft

Historischer Einbruch beim Bierkonsum in Deutschland

Im Schnitt hat jeder in Deutschland 2020 so wenig Bier getrunken wie seit Ende der 1950er-Jahre nicht mehr.

01/27/2021, 07:17 AM

Statistisch gesehen hat jeder in Deutschland im Corona-Jahr so wenig Bier getrunken wie seit Ende der 1950er-Jahre nicht mehr. Lag der Pro-Kopf-Konsum 2019 noch bei fast 92 Litern (mit alkoholfreiem Bier und Malztrunk bei 99,7 Litern), sank er um fast vier Liter auf nun etwa 88 Liter, wie es vom Deutschen Brauer-Bund in Berlin heißt. Der Konsum alkoholfreier Biere blieb demnach 2020 so gut wie gleich und liegt im Schnitt um die 5 Liter.

Hauptgrund fĂŒr den gesunkenen Bierkonsum und das Bier-Rekordtief in Deutschland dĂŒrften die Schließungen von Restaurants und Bars wegen der Coronapandemie gewesen sein.

Einer Auflistung des Brauerbunds zufolge lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier zuletzt 1958 unter 90 Litern (damals nur Westdeutschland in der Statistik). Die genauen Gesamtbierabsatzzahlen fĂŒr 2020 sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

"Die Situation ist dramatisch"

"Die Situation ist dramatisch und in der Nachkriegszeit ohne Beispiel", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Brauer-Bundes, Holger Eichele, kĂŒrzlich der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". WĂ€hrend das GeschĂ€ft mit Fassbier fĂŒr die Gastronomie 2020 monatelang praktisch vollstĂ€ndig zum Erliegen kam, legte der Verkauf von Flaschenbier bei einigen Brauereien sogar zu, weil die Verbraucher mehr in den eigenen vier WĂ€nden tranken.

Je mehr sich eine Brauerei auf die Gastronomie und damit auf Fassbier spezialisiert hat, umso stĂ€rker waren die Verluste. Dies gilt laut "F.A.Z." etwa fĂŒr Warsteiner, König Pilsener und Bitburger. Marken wie Veltins und Beck's litten demnach weniger.

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