Herbe Pleite einer bekannten Druckerei und Werbeagentur
„Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz werden von der Antragstellerin auf die technische Entwicklung in der Druckereibranche und einer zunehmenden Digitalisierung zurückgeführt, was zwar den Umsatz steigerte, aber nicht den verbleibenden Gewinn“, zitiert der AKV aus dem Insolvenzantrag. 2Darüber hinaus sind gravierende Mängel in der Buchhaltungsabteilung der Antragstellerin erfolgt. Die Hausbank der Antragstellerin hat die Geschäftsbeziehung unerwartet beendet, was schlussendlich zur mangelnden Liquidität führte.“
Die Rede ist von der Salzkammergut-Media GmbH, FN 187939g mit Sitz in Melk. Sie hat heute, Montag, am Landesgericht in St. Pölten einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung eingebracht. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform, AKV und KSV1870 dem KURIER. 67 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.
Bei der Antragstellerin handelt es sich um einen sehr bekannten Druckereibetrieb, so der AKV. Zum Produktportfolio gehören Druckerei, Medienarbeit und Werbeagentur. Sie betreibt insgesamt 7 Standorte:
Melk, Auf der Schön 2
Gmunden, Druckerstraße 4
Rohr, Oberrohr 9
Traun, Hugo Wolf Straße 14
Freistadt, Werndlstraße 2-4
- Bad Ischl, Salzburger Straße 32a
- Mittersill
Schulden und Vermögen
Die Verbindlichkeiten mit 3,515 Millionen Euro beziffert, die Aktiva mit 311.549 Euro.
Die Zukunft
„Mit Restrukturierungsmaßnahmen hat man bereits begonnen. Wenn die Schuldnerin das selbst auferlegte Sparprogramm konsequent durchzieht, kann die Fortführung gelingen, so Günther Moser von Creditreform.
„Ungeachtet dessen prüft die Antragstellerin, ob Unterstützungsmaßnahmen durch dritte Seite möglich sind. Bei Bedarf können Unternehmensbereiche eingeschränkt oder einzelne Betriebstätten ganz geschlossen werden, was durch den Insolvenzverwalter noch zu erörtern sein wird“, so der AKV.
Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote in Höhe von 20 Prozent angeboten werden.
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