Wirtschaft
30.07.2018

Heineken steigerte Gewinn im ersten Halbjahr kräftig

Der zweitgrößte Bierbrauer der Welt senkt aber dennoch seine Prognose für das Gesamtjahr.

Der niederländische Brauereikonzern Heineken hat im ersten Halbjahr mehr Bier verkauft und seinen Gewinn kräftig um 9,1 Prozent auf 950 Mio. Euro gesteigert. Der Umsatz kletterte von Jänner bis Ende Juni um 4,2 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro, wie Heineken am Montag mitteilte. Dennoch senkte der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr.

Konzernchef Jean-François van Boxmeer nannte "negative Wechselkurseffekte und höhere Produktionskosten" als Grund.

Heineken senkte seine Prognose für die Marge, also den Anteil des Gewinns am Umsatz. Van Boxmeer erklärte, die Marge sei in diesem Jahr niedriger als im vergangenen, vor allem wegen der Lage in Brasilien. Heineken hatte dort den brasilianischen Getränke- und Bierhersteller Kirin gekauft.

Der niederländische Konzern, im 19. Jahrhundert gegründet und heute zweitgrößte Brauerei der Welt nach AB InBev, verkauft mehr als 250 Bier- und Cidermarken, darunter Heineken, Strongbow und Amstel. Neben Kirin kaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr die kalifornische Brauerei Lagunitas und zusammen mit einem Investmentfonds den britischen Pub-Betreiber Punch Taverns. In Österreich ist Heineken Eigentümer der Brau-Union, zu der unter anderem die Marken Gösser, Schwechater, Zipfer, Puntigamer und Reininghaus gehören.

Zweistellige Absatzsteigerungen verzeichnete Heineken im ersten Halbjahr etwa in Brasilien, Südafrika, Russland, Nigeria, Mexiko und mehreren europäischen Ländern. Auch die alkoholfreie Sorte Heineken 0.0 sei sehr erfolgreich, erklärte der Konzern am Montag.