Landwirtschaftskammer-Präsident: "Billigpreise sind keine Option, unsere Stärken liegen in der Qualität"

© APA/BARBARA GINDL

EU-Lieferquote
10/20/2014

Heimische Milchproduktion steigt um bis zu 25 Prozent

Ende März 2015 fällt die EU-Quote für Milchbauern. Der Preisdruck wird steigen.

von Andreas Anzenberger

Die Nachfrage nach Milch in China steigt, aber auch die weltweite Milchproduktion wird bis 2020 um 24 Prozent zulegen. Wenn Ende März 2015 die EU-Quote für Milchbauern fällt, wird im selben Zeitraum eine Steigerung der Liefermenge von fast sechs Prozent erwartet. Für Österreich prognostiziert die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) ein Plus bis zu 25 Prozent. Der Preisdruck wird steigen. Weltweit suchen Milchproduzenten nach zusätzlichen Exportmöglichkeiten. Auch südamerikanische Staaten drängen nun auf den Milchmarkt.

"Riesige Herausforderung"

VÖM-Präsident Helmut Petschar spricht von einer "riesigen Herausforderung". Österreich hat kleinere Strukturen (weniger Kühe pro Bauernhof) und mehr benachteiligte Gebiete (Almwirtschaft) als andere Länder. "Billigpreise sind keine Option, unsere Stärken liegen in der Qualität", ist Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes überzeugt. Derzeit werden 50 Prozent der Milch als Verarbeitungsprodukte (vor allem Käse) exportiert. Vor dem Ukraine-Konflikt hat die EU fast ein Drittel ihrer gesamten Käseexporte von 800.000 Tonnen nach Russland verkauft.

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