„Gig-Tripping“: US-Gäste liegen beim ESC-Ticketsverkauf auf Platz 5

Gäste aus aller Welt werden in Wien erwartet, Touristiker jubeln über die mögliche Imagepflege. Besonders erfreulich sind die Buchungen aus den USA. Sogar Australien ist stark verteten.
EUROVISION SONG CONTEST (ESC) 2026: ORF "MEDIENUPDATE ZUM EUROVISION SONG CONTEST"

„Wir wollen aus dieser außergewöhnlichen Woche ein Maximum herausholen“, sagt Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP). Die weltweite Ausstrahlung des ESC sei unbezahlbar. „Das Event ist die weltweit größte Kampagne für Urlaub in Österreich“, so Zehetner, die dazu auf eine entsprechende Studie von Eco Austria verweist.

Immerhin erhob das industrienahe Wirtschaftsforschungsinstitut für den Eurovision Song Contest einen Wertschöpfungsmultiplikator von 1,7 - jeder öffentlich investierte Euro soll rund 1,70 Euro an wirtschaftlicher Leistung auslösen.

Auch die Chefin der Österreich Werbung, Astrid Steharnig-Staudinger, ist vom Erfolg des Eurovision Song Contests überzeugt und verweist dazu auf das „Gig-Tripping“.

Der Begriff bezeichnet den Reisetrend, Urlaubsreisen gezielt rund um Konzert- oder Festivalbesuche der Lieblingskünstler zu planen. Fans fliegen über Kontinente hinweg, um Stars wie Taylor Swift, Adele oder eben den ESC zu sehen.

So liegen beim Ticketverkauf Gäste aus den USA auf Platz 5, obwohl die USA am Song Contest gar nicht teilnehmen. Auf Platz 1 liegen inländische Käufer, gefolgt von Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Australien liegt auf Platz 7. Insgesamt wurden 95.000 Tickets für die neun ESC-Shows verkauft.

Der fünfte Platz der Amerikaner freut die oberste Tourismus-Werberin besonders, weil es die USA 2025 erstmals unter die Top-10 Herkunftsländer für Österreich geschafft haben und die US-Gäste auch im Wintertourismus mit plus15 Prozent bei den Nächtigungen Österreich immer stärker buchen.

"Es kommt eine bombastische Show auf uns zu", sagte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. Am Ende werde niemand mehr "Austria" mit "Australia" verwechseln. Die internationale Sichtbarkeit wird jedenfalls auch als außergewöhnliche Chance für den Tourismus gewertet.

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