GameStop-Kurs-Sprünge rufen Yellen und Finanzaufseher auf den Plan

GameStop-Kurs-Sprünge rufen Yellen und Finanzaufseher auf den Plan
US-Finanzministerin berät mit Spitzen von Börsenaufsicht und Notenbank Fed über Börsenturbulenzen um den Videospielehändler.

Angesichts der auch von Kleinanlegern befeuerten Börsenturbulenzen um den Videospielehändler GameStop berät US-Finanzministerin Janet Yellen mit Aufsehern über das weitere Vorgehen. Wie ihr Ministerium mitteilte, sind zu dem Treffen am heutigen Donnerstag die Spitzen der Börsenaufsicht SEC, der Terminmärkte-Behörde Commodity Futures Trading Commission und der Notenbank Fed sowie deren New Yorker Ableger geladen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Voraus darüber berichtet, dass ein Treffen in dieser Zusammensetzung geplant sei. Dabei soll es um die von einem Machtkampf zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds ausgelösten hohen Kursschwankungen gehen.

Analysten sehen die Kurskapriolen als Nebenwirkung der längsten Börsenhausse der Geschichte. Der US-Währungshüter Robert Kaplan hat die von der Fed ausgelöste Geldflut als einen Faktor bei diesen Entwicklungen benannt.

Denn die Fed sorge derzeit mit für hohe Liquidität, da sie im Kampf gegen die Folgen der Pandemie-Krise Monat für Monat Staatsanleihen für 80 Milliarden Dollar (etwa 66,6 Mrd. Euro) und Hypothekenpapiere im Umfang von 40 Milliarden Dollar erwirbt.

Starke Schwankungen

Spekulative Käufe hatten die Aktien von GameStop und anderen Titeln kräftig in die Höhe getrieben und anschließend stark schwanken lassen. Hintergrund der Turbulenzen waren auch Aktivitäten von Kleinanlegern, die sich in Internetforen zu konzertierten Käufen von Aktien von GameStop und anderen Firmen verabredeten.

Die daraus resultierenden Kursanstiege zwangen Hedgefonds zur Auflösung ihrer Wetten auf den Kursverfall dieser Papiere. Dies trieb einige Fonds an den Rand des Ruins.

Die US-Wertpapieraufsicht SEC erklärte zwischenzeitlich, sie beobachte die Vorgänge genau und werde die Sicherheit der Anleger sowie "faire, ordentliche und sichere Märkte" sicherstellen. Auch bei Silber und der Krypto-Devise Ripple hatte es zuletzt heftige Kursbewegungen am Markt gegeben.

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