Die FMA schaut der kleinen Bank auf die Finger

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
01/01/2021

Für die AutoBank wird es immer enger

Nach ultimativer behördlicher Aufforderung auf Kapitaleinschuss Änderungen im Aufsichtsrat vorgegeben.

(Text wurde aktualisiert am 1. Jänner 13.00 Uhr) Für die schwer in der Krise steckende Wiener Autobank wird es immer enger. Nach dem Absprung zweier Investoren vor wenigen Wochen hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) kürzlich ultimativ verlangt, frisches Kapital in zweistelliger Millionenhöhe aufzustellen beziehungsweise einzuschießen.

Andernfalls drohten Selbstabwicklung samt Lizenzverlust. Für eine erste Tranche ist Zeit bis Mai. Am vorletzten Tag des laufenden Jahres gab es einen neuen Bescheid. Es geht um den Aufsichtsrat.

Wie die AutoBank am Mittwochabend bekannt gab, hat sie einen Bescheid der Finanzmarktaufsichtsbehörde gleichen Datums erhalten, in dem ihr aufgetragen worden sei, innerhalb von längstens acht Wochen nach Zustellung zu bewirken, dass Eduard Unzeitig aus dem Aufsichtsrat der AutoBank AG ausscheidet.

Unzeitig wechselte "in zweite Reihe"

Am 1. Jänner stellte die Bank in einer weiteren Aussendung klar, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Unzeitig bereits am 18. Dezember "in die zweite Reihe" gewechselt sei und seither als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende agiere. Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats sei Frank Nörenberg gewählt worden, der bereits seit 2009 Mitglied des Aufsichtsrates sei.

"Derartige Veränderungen im Aufsichtsrat sind der FMA laut § 28a BWG binnen zwei Wochen zur Kenntnis zu bringen. Diese Frist endet am 4. Jänner 2021 und wird von Seiten der AutoBank selbstverständlich eingehalten werden", erklärte das Institut am Freitag.

"Mediale Berichterstattungen, in denen behauptet wird, dass die AutoBank diese Mitteilung an die FMA bereits erstatten hätte müssen oder dass Mitteilungspflichten gegenüber der FMA nicht eingehalten worden sein sollen, sind daher aus Sicht der AutoBank nicht nachvollziehbar", betonte die Autobank. Der aktuelle Bescheid der FMA habe mit der Informationspflicht bezüglich des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden nichts zu tun.

Bescheid wird geprüft

Den FMA-Bescheid, der den kompletten Rückzug von Unzeitig fordert, "gilt es zu prüfen und die weiteren Schritte ordnungsgemäß vorzubereiten", erklärte der Vorstand der AutoBank in der Aussendung. Die AutoBank Aktiengesellschaft sei sich ihrer aktuellen Situation bewusst. "Wir arbeiten stets eng abgestimmt mit der Finanzmarktaufsicht zusammen. Unser voller Fokus gilt der Aufstockung des Kernkapitals", so der Vorstand.

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