Gerald Wirth (Leiter Wiener Sängerknaben), Präsident Van der Bellen, Fosun-Vizechef Ping Gong, Ex-Ministerin Schramböck

© Wiener Sängerknaben/XiaoYuan

Wirtschaft
09/22/2019

Fosun Group: Chinesen mit Faible für rot-weiß-rot

Der riesige chinesische Mischkonzern hält in Österreich die Mehrheit an Wolford und kooperiert mit den Sängerknaben.

Die Rettung von Thomas Cook liegt in chinesischen Händen: Der riesige Mischkonzern Fosun – bisher Großaktionär – könnte die Tourismusgruppe und die Fluglinie Condor übernehmen. Für Fosun wäre es kein Neuland: 2015 hatte der Konzern die französische Reisekette Club Med übernommen, auch am Zirkusunternehmen Cirque du Soleil ist er beteiligt.

In Österreich ist Fosun seit Frühjahr 2018 Mehrheitseigentümer beim angeschlagenen Vorarlberger Wäsche- und Strumpfkonzern Wolford. Mit den Wiener Sängerknaben steht man seit April des Vorjahres in einer Partnerschaft: Die Chinesen fördern eine Stiftung, die sich der musikalischen Früherziehung von Kindern in China und Europa widmet.

„Ökosystem des Glücks“

Der „starke Mann“ bei Fosun ist Gründer und Verwaltungsratschef Guo Guangchang, dessen Vermögen Forbes aktuell auf 6,3 Milliarden Dollar schätzt. Fosun setzt darauf, dass Chinesen mit zunehmendem Wohlstand häufiger ins Ausland reisen. 150 Millionen waren es im Vorjahr – dabei hat erst jeder zehnte Chinese einen Reisepass. An Thomas Cook ist Fosun seit 2015 beteiligt. In einem Joint Venture boten die Partner Pauschalreisepakete für chinesische Touristen an.

Die vielen Beteiligungen des Konzerns, von Pharma über Finanzen bis zu Immobilien, hat Guangchang in die Sparten „Wohlstand“, „Gesundheit“ und „Glück“ gegliedert. Glück bringen soll neben dem Tourismus auch die Unterhaltung – etwa der britische Fußballclub Wolverhampton Wanderers.

Im Dezember 2015 stand Guos Verhältnis zu Chinas Behörden, das üblicherweise als gut gilt, auf der Kippe. Der 52 Jahre alte Unternehmer, oft als „Chinas Warren Buffett“ tituliert, war tagelang unauffindbar. Er habe der Polizei bei Korruptionsermittlungen geholfen, hieß es danach.

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