Flughafen Wien-Schwechat

© KURIER/Gilbert Novy

Millionenverluste
11/25/2013

Flughafen Wien: Rückzug aus Auslandsgeschäft

Die Anteile am deutschen Airport Friedrichshafen sollen verkauft werden. Kosice und Malta auf dem Prüfstand.

Der Flughafen Wien zieht sich aus dem Auslandsgeschäft zurück und möchte die bestehenden Beteiligungen kurz- oder mittelfristig abstoßen. Seinen 25-Prozent-Anteil am deutschen Airport Friedrichshafen will das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten verkaufen, sagte Vorstand Julian Jäger dem Standard. Für Malta und Kosice würden "alle Optionen geprüft", derzeit seien den Wienern vertraglich die Hände gebunden.

Verluste

Die ausländischen Beteiligungen bringen dem Flughafen Wien mehrheitlich Verluste. Nun wurde im Aufsichtsrat beschlossen, nicht mehr im Ausland zu investieren. Diese Entscheidung sei auch unter dem Aspekt zu sehen, dass "wir wenig realistische Chancen haben, bei anstehenden Privatisierungen zum Zug zu kommen", so Jäger zur Zeitung. Ihm geht es nun um den Schuldenabbau - derzeit liegen die Schulden bei rund 639 Mio. Euro, 2011 waren es 780 Mio. Euro.

Mit den bestehenden Beteiligungen hat der Airport Millionen in den Sand gesetzt. Der Einstieg beim deutschen Flughafen Friedrichshafen war 2007 für 7,7 Mio. Euro erfolgt, 2011 wurde die Beteiligung zur Gänze abgeschrieben.

Auch Kosice erfüllte die Erwartungen nicht. Die Wiener haben hier inklusive Kaufpreis 40 Mio. Euro investiert, 2011 wurde die 66-Prozent-Beteiligung um 13,7 Mio. Euro wertberichtigt. Einem Verkauf müsste die slowakische Regierung zustimmen.

Bei der einzigen erfolgreichen Beteiligung Malta - hier halten die Wiener durchgerechnet 33 Prozent - ist der Flughafen bis 2017 vertraglich gebunden. Sollte sich ernsthaft jemand interessierten, müsste man versuchen, diese Bindung wegzuverhandeln.

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