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Wirtschaft
05/06/2021

Top-Firmen fordern von Kurz klaren Ausstiegspfad aus fossilen Energien

Unternehmen fordern steuerliche Begünstigung von klimafreundlichen Technologien und klimabewusste Konjunkturpakete.

Knapp 250 Firmen in Österreich - darunter auch die ÖBB, Lenzing, Spar, Verbund oder Kapsch TrafficCom - haben in einem Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und an Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) einen klaren Ausstiegspfad aus fossilen Energien gefordert. Nur mit klaren politischen Rahmenbedingungen könne genug Planungssicherheit für die Unternehmen geschaffen werden, sodass diese ihre Investitionen am Kampf gegen die Klimakrise ausrichten können.

"Ein verbindlicher und klar definierter Ausstiegspfad aus fossilen Energien bis zur Erreichung der im Regierungsprogramm beschlossenen Klimaneutralität 2040 ist eine zentrale Grundlage für vorausschauende Investitionen der Wirtschaft", heißt es in dem Brief, den 245 heimische Firmen unterzeichnet haben und der von den Umweltorganisationen WWF und Global2000 koordiniert wurde. Dafür brauche es nicht nur ein Klimaschutzgesetz, sondern auch Überarbeitungen im Steuersystem, durch die Investitionen in klimafreundliche Technologien begünstigt werden. So könne der Einsatz fossiler Energien "schrittweise unattraktiver" gemacht werden.

Anreize brauche es aber auch für energiesparende Technologien, da die Klimaziele nur dann erreicht werden könnten, wenn der gesamte Energieverbrauch deutlich gesenkt werde. Weiters müsse ein "naturverträglicher und effizienter Ausbau Erneuerbarer Energie" stattfinden.

Auch bei neuen Konjunkturpaketen müsste das Geld "bestmöglich für Klima- und Naturschutz-Investitionen" eingesetzt werden. "Investitionen in naturverträgliche saubere Energien, in umweltfreundliche Mobilitätsformen und in den Schutz von Ökosystemen beleben unsere Wirtschaft deutlich nachhaltiger als Investitionen in fossile Energieträger", heißt es in dem Brief.

Zudem appellieren die Firmen an die Regierung, eine Vorreiterrolle in der EU bei klimarelevanten Beschlüssen einzunehmen. Dies würde Arbeitsplätze schaffen, den Export von heimischen Klimaschutzlösungen begünstigen und das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort stärken. "Ein österreichischer Green Deal würde nicht nur den Schutz unserer Lebensgrundlagen unterstützen, sondern auch neue Chancen für Arbeitsplätze und Unternehmen in Zukunftsbranchen eröffnen", so die Firmen abschließend in dem Schreiben an die Regierungsspitze.

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