Exporteifer erfasst Klein- und Mittelbetriebe

Walter Koren
Foto: WKO/AWO AWO-Chef Koren peilt die 200-Milliarden-Euro-Marke im Export an

Speziell von Wien aus drängen viele Softwareschmieden und Beratungsunternehmen ins Ausland.

Für Wachstum in der Exportbilanz sorgen nicht nur heimische Industriekonzerne wie Andritz, Doppelmayr oder Frequentis. "Bereits zwölf Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe sind im Ausland tätig", sagt Walter Koren, Chef der Außenwirtschaft Österreich (AWO). Sechs von zehn Firmen, die sich mit der AWO in Kontakt setzen, beschäftigen weniger als zwanzig Mitarbeiter. "Ein neues Feld tut sich auch im Dienstleistungsexport auf", beobachtet Koren. Speziell von Wien aus würden viele Softwareschmieden und Beratungsunternehmen ins Ausland drängen.

Unterm Strich hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Exporteure von 15.000 auf 40.000 erhöht. Jedes Jahr setzen sich rund 20.000 Exporteure mit der AWO in Verbindung. Die Anfragen reichen von Markt-analysen bis hin zu Messeauftritten.

Exportpreis

Die AWO vergibt auch heuer wieder einen Exportpreis in sechs Kategorien: Von Gewerbe und Handwerk über Handel bis hin zu Tourismus und Firmen der Kategorie Information und Consulting. Einreichfrist ist der 31. März. In der Jury sitzen unter anderem Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, WIFO-Chef Karl Aiginger und der Generaldirektor der Raiffeisen Zentralbank, Walter Rothensteiner. Es wird mit rund 200 Einreichungen gerechnet.

Im Vorjahr sind Österreichs Ausfuhren um zwölf Prozent auf einen neuen Höchststand von 122,5 Milliarden Euro gestiegen. Koren: "Ziel ist es, bis 2015 die Marke von 200 Milliarden Euro zu erreichen."

Laut einer Umfrage unter deutschen Unternehmen sind die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren im Auslandsgeschäft die Qualität der Produkte, gefolgt von der Verlässlichkeit der Geschäftspartner und dem Netzwerk vor Ort. Wichtigste Handelspartner Österreichs bleiben Deutschland und Italien.

(kurier) Erstellt am
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