EU-Vergleich: Energiepreise in Österreich sehr hoch

APA/HERBERT NEUBAUERAPA5451458 - 05102011 - WIEN - ÖSTERREICH: THEMENBILD - Illustration zum Thema Energie: Gas und Strom im Haushalt: Eine eingeschaltene, leuchtende Glühbirne in einer Fassung, aufgenommen am 03. Oktober 2011, in Wien. APA-FOTO: HERBERT
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER Österreich verliert bei Preisen im EU-Vergleich laufend an Terrain.

Österreicher müssen verhältnismäßig viel für Gas und Strom zahlen. Positiv: Ein Anbieterwechsel dauert künftig nur drei Wochen.

Österreich entwickelt sich zu einem Strom- und Gas-Hochpreisland. Die reine Energie, ohne Steuern, verteuerte sich im europäischen Vergleich in den vergangenen Jahren deutlich. War Österreich 2006 bei Strom EU-weit noch das sechstbilligste Land, kletterte es inzwischen auf die sechstteuerste Stufe.

Mangelnder Wettbewerb

Chef der heimischen Regulierungsbehörde E-Control, Walter Boltz Foto: KURIER/Christandl Juerg E-Control-Boss Boltz

Den Hintergrund erklärt E-Control-Chef Walter Boltz: Österreichs Endkunden hätten von der Energiemarktliberalisierung vor zehn Jahren zwar stark profitiert, die Preise sanken rasch. Während Österreichs Preise in den Jahren danach aber stagnierten, hätten andere Länder inzwischen viel an Boden gutgemacht.

Auch der mangelnde Wettbewerb am heimischen Markt und die geringe Bereitschaft der Kunden, den Energieanbieter zu wechseln, sei ein Grund für die hohen Preise. Erst jeder zwölfte Haushaltskunde habe einmal den Anbieter gewechselt, in Deutschland schon jeder vierte.

Erleichterungen für Kunden

Gaspreise Foto: Grafik: APA/Statistik Austria

Der Regulator erhofft sich neue Impulse: Die E-Control stehe kurz vor dem Erlass einer neuen Verordnung, die den Anbieterwechsel binnen drei Wochen vorschreibt. Derzeit dauert der Wechsel meist fünf bis sechs Wochen. Eine weitere Erleichterung für die Kunden, so E-Control-Vorstand Martin Graf, werde die Möglichkeit bieten, den Anbieter bequem über das Internet zu wechseln. Ein entsprechender Entschließungsantrag im Parlament liege bereits vor.

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(kurier) Erstellt am
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