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Reportage
12/05/2020

Auf subjektiver Genusstour mit Martina Salomon

Neue Serie "Kauf bei Freunden", Teil 1: In der Edelgreißlerei, beim Barista mit Fifties-Ambiente und Schmäh und im Kärntner Schokoladen-Paradies.

von Simone Hoepke

Die Covid-Krise samt Lockdowns bedroht den heimischen Handel. Daher beleuchtet der KURIER in einer Serie bis Weihnachten das Thema: von regionalen Geschäftsmodellen bis hin zu prominenten Persönlichkeiten und ihrem Einkaufsverhalten. Für diese Ausgabe haben wir Chefredakteurin Martina Salomon gefragt, wo sie am liebsten einkauft.

Zum Beispiel regelmäßig am Viktor Adler-Markt in Wien-Favoriten. Und seit mehr als 30 Jahren bei Robert Opocensky. 1981 hat er mit einem schlichten Gemüseladen in der Favoritenstraße in Wien-Wieden begonnen. Die Ware wurde in einfachen Holzkisten ausgestellt. Rundherum gab es damals noch viele andere kleine Lebensmittelgeschäfte, die nach und nach alle zusperrten. Opocensky blieb und entwickelte sich zur „Edelgreißlerei“ samt Bistro. Hier gibt es französischen Käse, italienische Nudeln, Riesen-Grissini, Salzmandeln, Bio-Fleisch und Holzofenbrot von Waldviertler Bäckern, hausgemachte Mehlspeisen, Essen in Weckgläsern für den Single-Haushalt sowie eine große Wein-Auswahl.

Paradies für Feines

Salomon: „Ich liebe individuelle Geschäfte. Was mich an Opocensky so beeindruckt, ist seine Innovationsfreude und Risikobereitschaft. Er hat klein begonnen und ist eine Institution geworden. In seinem Geschäft entdeckt man immer wieder Neues, auch sehr viel Regionales: ein Paradies für Genießer.“

Opocensky hat zwischendurch auch ein Catering aufgezogen, es gab bei ihm Weinverkostungen und eine Kochschule, die wieder reaktiviert werden soll. Geschäftlich hatte er Hoch und Tiefs. Was ihn derzeit besonders freut, ist, dass Konsumenten, auch die jüngeren, hochwertige Lebensmittel wieder mehr schätzen.

Kulinarik ist Salomon beruflich wie privat ein großes Anliegen, daher will sie noch zwei weitere Lieblingsgeschäfte (von vielen) empfehlen: Eines davon ist die Schokoladenmanufaktur Craigher in Friesach. „Am Weg in den Süden bleibe ich hier immer stehen, eine tolle Konditorei, die es schon seit 1914 gibt, guter Kaffee, Super-Torten. Und die Besitzerfamilie finde ich besonders sympathisch und cool. Hier gibt es handgeschöpfte Schokoladen in großer Auswahl, immer wieder neue, originelle Produkte, gutes Shop-Styling, Top-Online-Shop. Wer Zeit hat, sollte sich unbedingt auch die Schokolade-Erlebniswelt anschauen.“

Naber, Naber Kaffee, Kaffeehaus, Schöneberger

Fifties-Ambiente

Und wer Kaffeevielfalt und lässiges Ambiente liebt, sollte Schönbergers Caffè Bar in der Wiedner Hauptstraße besuchen. Das denkmalgeschützte Naber-Cafe im wunderbaren Fünfzigerjahre-Styling wurde vor fünf Jahren vom Ex-T-Mobile-Manager Patrick Schönberger übernommen. „Er lebt und liebt Italo-Feeling, hat eine Barista-Ausbildung und sieht sich als Vorkämpfer gegen schlechten Bürokaffee. Die Croissants hier sind übrigens auch super“, sagt Salomon. Schönberger verkauft außerdem Kaffee und Kaffeemaschinen, Barista-Kurse kann man auch buchen. Und seinen guten Schmäh gibt es als Draufgabe gratis dazu.SH

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