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Wirtschaft
02/25/2020

Eigentumswohnungen wurden 2019 wieder teurer

Laut willhaben-Auswertung stiegen die Preise um fast sechs Prozent. Schwankungsbreite groß: günstiges Waldviertel, teurer Westen.

Eigentumswohnungen sind 2019 abermals teurer geworden. Laut einer Auswertung von 130.000 Inseraten auf der Anzeigenplattform willhaben bewegten sich die Preise österreichweit im Schnitt um fast 6 Prozent nach oben. In etwas mehr als 20 Prozent aller Bezirke gab es hingegen Rückgänge. Die Teuerung in den Landeshauptstädten war großteils moderat.

Lediglich in Innsbruck (+8,8 Prozent) und Salzburg (+7,3 Prozent), den verhältnismäßig teuersten Städten, stiegen die Preise für angebotene Eigentumswohnungen überdurchschnittlich. In den restlichen Landeshauptstädten betrug die Steigerung zwischen 3 und 5 Prozent, teilte willhaben am Dienstag mit.

Zum Vergleich: Die allgemeine Inflation hat sich im Jahr 2019 deutlich auf 1,5 Prozent abgeschwächt, nach 2 Prozent 2018. Einer der Preistreiber voriges Jahr war das Wohnen.

Bei den Quadratmeterpreisen der Eigentumswohnungen ist die Schwankungsbreite ebenso groß wie bei den Preisveränderungen von 2018 auf 2019, zeigt die Inseratauswertung. In Horn etwa belief sich der Quadratmeterpreis lediglich auf 1.060 Euro, im Zentrum Wiens war mehr als das Zehnfache zu berappen.

Im mit Abstand teuersten Wiener Bezirk, der Inneren Stadt, kostete ein Quadratmeter durchschnittlich 11.890 Euro, der Preisanstieg im Ersten war mit knapp 4 Prozent vergleichsweise gering. Teuer ist das Wohnen auch in den Bezirken Josefstadt, Neubau, Wieden, Alsergrund und Döbling mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von mehr als 6.000 Euro. In Rudolfsheim-Fünfhaus und in Wieden sind die Preise leicht zurückgegangen (um -0,1 bzw. -0,9 Prozent auf 4.120 bzw. 6.280 Euro).

In Niederösterreich legten neben dem Speckgürtelbezirk Baden (fast +15 Prozent) auch die vergleichsweise günstigen Regionen Amstetten (+14,3 Prozent) und Lilienfeld (+14,1 Prozent) kräftig zu. Starke Verbilligungen waren hingegen in Hollabrunn (-15,6 Prozent) und Krems Land (-12,7 Prozent) zu verzeichnen. Absolut gesehen der teuerste Bezirk Niederösterreichs war Mödling (3.630 Euro pro Quadratmeter, -0,4 Prozent).

Im Burgenland war die Entwicklung ebenfalls uneinheitlich. Während Eigentumswohnungen in Eisenstadt-Umgebung um fast 3.000 Euro pro Quadratmeter feilgeboten wurden (+14 Prozent), kosteten sie in Neusiedl am See um fast ein Fünftel weniger als im Vorjahr, nämlich 2.660 Euro pro Quadratmeter.

In Kärnten wurde es in Feldkirchen wegen eines Bauprojekts um fast 40 Prozent teurer, der Bezirk wurde somit im Vorjahr der kostspieligste des Bundeslandes (4.180 Euro pro Quadratmeter) und jener mit der größten Preissteigerung Österreichs.

Auch in Oberösterreich verteuerten sich die Eigentumswohnungen in fast allen Bezirken, zum Teil zweistellig; Ausnahme war Rohrbach.

Wohnen in Salzburg ist in manchen Gegenden so teuer wie in Wien, in Salzburg Stadt wurden für einen Quadratmeter 5.430 Euro verlangt.

In Graz dagegen kostete eine Eigentumswohnung laut Inseraten im Schnitt 3.250 Euro. Generell hielten sich die Preisanstiege in der Steiermark in Grenzen, in den Bezirken Murtal und Voitsberg gab es starke Rückgänge.

Im teuren Tirol wurde es noch teurer, vor allem in Kufstein und Kitzbühel (+13,6 bzw. +12,6 Prozent). Kitzbühel war mit 7.920 Euro pro Quadratmeter weitaus am kostspieligsten, Innsbruck lag mit 5.520 Euro dahinter. In Innsbruck-Land und Kufstein waren ebenfalls bereits mehr als 4.000 Euro zu zahlen.

In Vorarlberg blieb Dornbirn mit 5.460 Euro pro Quadratmeter die teuerste Gegend des Bundeslandes. Auf Platz zwei lag Bregenz mit 4.040 Euro. In Bludenz und Feldkirch wurden Eigentumswohnungen etwas billiger.

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