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Wirtschaft
11/29/2019

Drei Interessenten für marode Mineralwasser-Firma Güssinger

Der Eigentümer führt Gespräche mit zwei österreichischen Investoren, ein dritter Interessent dürfte aus dem Ausland kommen.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Zukunft des burgenländischen Mineralwasser-Abfüllers Güssinger ist noch ungewiss. Die Mitarbeiterzahl hat sich auf 15 Personen fast halbiert. Abgefüllt wird derzeit kein Mineralwasser, weil das Lager nach der Ankaufsperre des früheren Hauptkunden Hofer bis an die Decke gefüllt ist.

Fakt ist: Der russisch-österreichische Eigentümer Andrei Kotchetkov (Finstil Holding) will den angeschlagenen Betrieb verkaufen.

„Ich weiß, dass der Gesellschafter mit zwei österreichischen Investoren Gespräche führt“, teilt Güssinger-Geschäftsführer Anatolii Boikiv auf Anfrage des KURIER mit.

„Der dritte potenzielle Investor möchte sich kommende Woche ‚Güssinger Beverages & Mineralwater GmbH‘ ansehen.“ Dabei dürfte es sich um Ausländer, vermutlich um Ukrainer, handeln. Generelles Ziel sei eine Revitalisierung des Unternehmens. Ein neues Produktportfolio und ein Fokus auf den Wirtschaftsstandort Güssing sei geplant. Der Betrieb dürfte aber auch neue Abfüllanlagen benötigen.

Fakt ist auch: Bei einem der beiden österreichischen Interessenten handelt es sich um ein namhaftes Unternehmen aus der Lebensmittel-Branche. Doch ob ein rechtswirksamer Deal zustande kommt, ist eher fraglich. Denn die Güssinger-Gesellschaftsanteile, die Betriebsliegenschaften und die Markenrechte sollen an die bulgarische Gruppe Regent Capital verpfändet sein. Doch die Bulgaren sind mit Kotchetkov auf „Kriegsfuß“.

„Ohne uns und unsere Zustimmung kann überhaupt kein rechtswirksamer Verkauf stattfinden“, sagt Herbert Antonizt, Generalbevollmächtigter von Regent Capital, zum KURIER. Er schätzt einen möglichen Verkaufserlös – ohne gerichtliches Insolvenzverfahren – auf 1 bis 1,5 Millionen Euro.

Indes ist Güssinger-Chef Boikiv der Ansicht, dass die genannten Pfandrechte der Bulgaren nicht rechtsgültig sind. So seien die Pfandrechte auf der Liegenschaft nicht im Grundbuch eingetragen. Er will auch alles daran setzen, dass Güssinger nicht in die Insolvenz schlittert.

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