Leere Regale? Bei Kultgetränk "Dreh und Trink" droht ein Engpass

Die angespannte geopolitische Lage rund um die Straße von Hormus habe direkte Auswirkungen auf die Produktion von "Dreh und Trink".
Dreh und Trink

Die Klosterquell Hofer GmbH sieht die Versorgung mit einem zentralen Verpackungsrohstoff für „Dreh und Trink“ durch die Schließung einer wichtigen globalen Handelsroute beeinträchtigt. Nach Angaben des Unternehmens sei die Versorgungssicherheit mit LDPE derzeit nicht mehr gegeben. 

"Wenn sich die Situation nicht rasch entspannt, könnten im Sommer tatsächlich Produkte im Regal fehlen“, sagte Kurt Hofer, Geschäftsführer der Klosterquell Hofer GmbH.

"Sprunghafter Anstieg der Rohstoffpreise"

Zudem verweist die Klosterquell Hofer GmbH auf Entwicklungen an den Rohstoffmärkten. Die Preise für Polyethylen, das für die Produktion der Beutel benötigt wird, hätten sich innerhalb kurzer Zeit verdoppelt. „Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Rohstoffpreise erleben wir aktuell eine unvorhersehbare Mehrbelastung, die uns stärker trifft als die Corona-Pandemie“, so Hofer.

Kurzfristig könne die Produktion laut Hofer stabil gehalten werden, die kommenden Monate seien jedoch kritisch. „Aktuell können wir liefern. Aber wenn die Rohstoffversorgung weiterhin unterbrochen bleibt, müssen wir uns auf Einschränkungen einstellen. Das ist ein realistisches Szenario“, erklärte der Geschäftsführer.

Die Klosterquell Hofer GmbH fordert nach eigenen Angaben Maßnahmen zur Stabilisierung der globalen Lieferketten sowie politische Initiativen zur Entspannung der Lage im Nahen Osten.

Das Unternehmen mit Sitz in Gutenstein, Niederösterreich, ist seit über 50 Jahren Hersteller des international bekannten Kindergetränks „Dreh und Trink“, das in über 30 Ländern weltweit vertrieben wird.

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