Die Software-Plattform fĂŒr KI funktioniert wie ein Baukasten

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© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
01/13/2021

Deutsche Digital-Branche erholt sich schnell vom Coronaschock

Branchenverband Bitkom rechnet mit Wachstum von 3,7 Prozent im heurigen Jahr.

Die Digitalwirtschaft in Deutschland hat sich von den negativen Folgen der Coronapandemie schneller erholt als die deutsche Wirtschaft insgesamt. So schrumpfte der Umsatz mit Produkten und Dienstleistungen der ITK-Unternehmen 2020 nur um 0,6 Prozent auf knapp 170 Milliarden Euro, wĂ€hrend andere Branchen teilweise zweistellige Verluste zu beklagen hatten. FĂŒr heuer rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem "robusten Wachstum" in Höhe von 3,7 Prozent.

Die Zahl der ArbeitsplĂ€tze in diesem Segment werde 2021 um 20.000 steigen und damit erstmals die Schwelle von 1,2 Millionen ĂŒberschreiten, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. "Die Coronakrise hat die Digitalisierung in vielen Bereichen beschleunigt. Wirtschaft, Staat und Verbraucher investieren in digitale Technologien, auch zwischenzeitlich aufgeschobene Investitionen werden jetzt nachgeholt", sagte Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg. "Die Bitkom-Branche ist bisher gut durch die Krise gekommen. FĂŒr 2021 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum."

GrĂ¶ĂŸter Umsatztreiber in der Informationstechnik ist die IT-Hardware, auch weil viele Firmen ihre technische Infrastruktur fĂŒr das Homeoffice ihrer Mitarbeiter aufrĂŒsten mĂŒssen. Der Umsatz mit Computern, Servern und PeripheriegerĂ€ten soll stark um 8,6 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro steigen.

Die Branche verspĂŒrt aber auch eine gesteigerte Nachfrage nach IT durch staatliche Stellen, etwa Schulen. Der Tablet-Markt ist 2020 um 15 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gewachsen, der fĂŒr Notebooks um 33 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. 2021 werden die Tablet-UmsĂ€tze laut Prognose abermals auf 2020er Niveau wachsen, der Notebook-Markt wĂ€chst um 10 Prozent. "Hier spiegelt sich - wie im gesamten IT-Hardware-Segment - die Coronasonderkonjunktur bedingt durch Homeoffice und Homeschooling."

ZuwĂ€chse erwartet der Bitkom auch im Markt fĂŒr Software, der um 4,1 Prozent auf 27,0 Milliarden Euro zulegen soll. Gut im GeschĂ€ft sind auch IT-Berater: Der Umsatz mit IT-Services soll 2021 um 1,1 Prozent auf 40,0 Milliarden Euro wachsen.

Bei der Telekommunikation treibt vor allem der Glasfaser-Ausbau und die EinfĂŒhrung der fĂŒnften Mobilfunk-Generation (5G) das GeschĂ€ft. Ein harter Wettbewerb in diesem Bereich verhindert dabei aber sehr große UmsatzsprĂŒnge. So soll das Segment 2021 nach zwei Jahren der Konsolidierung um 1,0 Prozent auf 67,4 Milliarden Euro zulegen. "Die Netzbetreiber investieren massiv in die Zukunft von Festnetz und Mobilfunk", sagte Berg. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um den kontinuierlich steigenden Anforderungen an Geschwindigkeit und VerfĂŒgbarkeit der Netze gerecht zu werden. Die Refinanzierung bleibe angesichts nur geringer UmsatzzuwĂ€chse aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks eine große Herausforderung fĂŒr die Unternehmen.

Das einzige Segment, das 2021 voraussichtlich schrumpfen wird, ist die Unterhaltungselektronik. Hier werden die UmsĂ€tze wohl das vierte Jahr in Folge fallen, wenn auch weniger stark als zuletzt. Dieser kleinste ITK-Teilmarkt schrumpft voraussichtlich um 2,0 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Berg: "Consumer Electronics sind trotz des coronabedingten Booms einzelner Bereiche weiterhin stark unter Druck. Die Corona-Sonderkonjunktur fĂŒr Spielekonsolen, Wearables und Headsets kann den AbwĂ€rtstrend nicht aufhalten. Die gute Nachricht ist: Die RĂŒckgĂ€nge verlangsamen sich."

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