ARCHIV - Das Logo der Deutschen Bahn ist am 29. Januar 2009 am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main zu sehen. Die Deutsche Bahn hat einen Datenschutz-Beirat gegruendet. Das Gremium soll dem Vorstand unabhaengig "Anregung und Unterstuetzung in datenschutzrechtlichen Fragen geben", wie der Konzern am Dienstag, 4. Mai 2010,in Berlin mitteilte. Die Bahn AG hatte im vergangenen Jahr nahezu den gesamten Vorstand und zahlreiche hohe Manager auswechseln muessen, weil jahrelang heimlich und ohne Betriebsratsbeteiligung Hunderttausende Mitarbeiter ausgespaeht worden waren. (AP Photo/Michael Probst, Archiv) ** zu APD6376 ** --- FILE - In this Jan. 29, 2008 file photo the Deutsche Bahn Logo is seen at the main train station in Frankfurt, central Germany. (AP Photo/Michael Probst, File)

© AP/Michael Probst

Wirtschaft
11/28/2017

Deutsche Bahn gibt Pünktlichkeitsziel 2017 auf.

Vor allem Unwetter hätten zu Ausfällen geführt.

Die Deutsche Bahn gibt ihr Pünktlichkeitsziel vorerst auf. "Wir sind bei der Pünktlichkeit noch nicht da, wo wir hin wollen", sagte der neue Bahnchef Richard Lutz der Süddeutschen Zeitung. Das eigentlich für 2017 angepeilte Ziel von 80 Prozent pünktlichen Zügen werde die Bahn im Fernverkehr nicht mehr erreichen, so Lutz

"Dafür ist zu viel passiert, gerade im zweiten Halbjahr. Das ärgert uns. Wir hatten den Kunden mehr versprochen." Ihr langfristiges Ziel von 85 Prozent pünktlichen Zügen will die Bahn aber nicht aufgeben. "Wir halten daran fest, auch wenn auf dem Weg dorthin beträchtliche Hindernisse zu beseitigen sind", sagte Lutz der Zeitung.

Bessere Kontrolle und Vorbereitung nötig

Die Bahn wolle vor allem Ausfälle bei Unwettern, wie zuletzt bei Sturm "Xavier", vermeiden. Dazu gehörten auch eine bessere Vorbereitung auf Unwetter sowie eine bessere Kontrolle von Bäumen und Sträuchern entlang der Gleise. Als Ziel nannte Lutz: "weniger Streckensperrungen, auch bei Unwettern."

Zu neuen Passagierrekorden soll unterdessen auch der Start der neuen Schnellbahntrasse Berlin - München am 10. Dezember beitragen. Mit verkürzten Fahrtzeiten wolle die Bahn "Flugzeuge und Autos angreifen", sagte Lutz. "Bei den aktuell sechs Stunden zwischen Berlin und München nehmen Sie auch als Bahnchef nicht immer den Zug. Ab 10. Dezember sind es im ICE-Sprinter weniger als vier - und zwar zwischen den Innenstädten. Wir sind damit in Schlagdistanz mit dem Flieger."