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Wirtschaft
04/29/2020

Das beste operative Jahr der Geschichte als Fundament

Raiffeisen NÖ-Wien: Der Umbau trägt Früchte, sagt Generaldirektor Klaus Buchleitner. Neupositionierung der Bank in Wien.

Kredite zur Überbrückung des Corona-Schlamassels, das Stunden von bereits laufenden Krediten – Bankbeschäftigte haben derzeit alle Hände voll zu tun. So auch bei Raiffeisen in Niederösterreich und Wien.

Mit Stand vergangener Woche wurden bereits mehr als 18.000 Kredite mit einem Stundungsvolumen von mehr als 110 Millionen Euro abgearbeitet. Der Großteil davon bereits vor dem gesetzlichen Moratorium, betont Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding sowie der RLB NÖ-Wien. Daneben wurden 9.500 Neukredite mit einem Volumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro vergeben. Und nicht zuletzt werden gut 500 Fälle aus den staatlichen Garantieprogrammen im Volumen von 300 Millionen Euro bearbeitet.

Rasche Hilfe

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewältigen ein Vielfaches des sonst üblichen Aufkommens“, streut Buchleitner der Belegschaft Rosen. „Wir sorgen für rasche Hilfe.“

Fundament

Im Vorjahr konnte Raiffeisen NÖ-Wien den Periodenüberschuss im Konzern vor Steuern von 294 auf 326 Millionen Euro steigern. „Was wir unter normalen Umständen als das beste operative Jahr unserer Geschichte beschrieben hätten, gibt uns jetzt ein solides Fundament zur Bewältigung der nächsten, überaus schwierigen Jahre“, sagt Buchleitner mit Blick auf die Corona-Krise, die Rezession und steigende Pleitefälle.

Höhere Kapitalquoten

Zur Standfestigkeit der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien tragen auch die verbesserten Kapitalquoten bei. Die harte Kernkapitalquote (im Fachjargon mit CET 1-Ratio bezeichnet) lag per Jahresende bei 18,9 Prozent, nach 17,8 Prozent im Jahr davor. Die Gesamtkapitalquote legte leicht zu – von 22,1 auf 22,3 Prozent. Trotz des schwierigen Zinsumfeldes erhöhte sich der Zinsüberschuss um 5,5 Prozent auf 134,4 Millionen Euro.

Die Bankbeteiligungen trugen übrigens rund zwei Drittel zum Ergebnis der Holding bei. Ein Drittel kam aus den Beteiligungen in den Bereichen Agrar, Infrastruktur und Medien (zu Letzterem gehört auch der KURIER).

Schlanker

Der Umbau trage Früchte, „wir sind schlanker, fokussierter und damit stärker“, so Raiffeisen-Manager Buchleitner. Selektives Wachstum, Kapitaloptimierung und Digitalisierung des Bankgeschäfts: Diese Schwerpunkte werden trotz der Corona-Krise weiterhin verfolgt. Dass in den vergangenen Jahren bereits viel Geld in IT und Digitalisierung gesteckt wurde, erweise sich jetzt als wichtig. Die Kunden könnten ihre Bankwege sicher und einfach durchführen.

Neue Stadtbank

In der Bundeshauptstadt positioniert sich Raiffeisen als neue Stadtbank und geht als solche in die Offensive. Dazu gehört etwa, dass die Standorte in Wien modernisiert werden und einen einheitlichen Auftritt verpasst bekommen. Dazu gehört aber auch, dass „intelligente Produkte“ für unterwegs angeboten werden.

Über die Online-Banking-App können jetzt auch Sofort- und Online-Kredite, Online-Sparkonten und -Leasing abgeschlossen werden. Zum Angebot via App gehört auch die digitale Vermögensverwaltung „WILL“. Hier ist Raiffeisen mit vier nachhaltigen Portfolios gestartet.CK

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