Milliardendeal: Nvidia vor Einstieg bei US-Energieunternehmen
Nvidia-Chef Jensen Huang rüstet Rechenzentren mit Spezialchips für Künstliche Intelligenz aus und verdient damit prächtig.
Der US-Chipkonzern Nvidia will nach Informationen des Technologieportals The Information bis zu 3 Milliarden Dollar (2,60 Mrd. Euro) in den Energieinfrastruktur-Entwickler Lancium investieren. Nvidia soll demnach für die ersten zwei Milliarden Dollar einen Anteil von 20 Prozent an Lancium erhalten.
Diese Beteiligung könnte durch die Investition einer weiteren Milliarde auf rund 30 Prozent steigen, sofern der Infrastrukturentwickler bestimmte Vorgaben erfüllt. Die Vereinbarung bewerte Lancium, das vom Finanzinvestor Blackstone unterstützt wird, auf rund zehn Milliarden Dollar.
Lancium ist ein US-amerikanisches Energie- und Infrastrukturunternehmen, das sich auf den Bau und Betrieb von Großstrominfrastruktur für energieintensive Anwendungen – insbesondere KI-Rechenzentren und zuvor Bitcoin-Mining – spezialisiert hat. Das Unternehmen verbindet große Rechenzentren direkt mit erneuerbaren Energien und eigener Stromerzeugung (wie Solar- und Gaskraftwerken), um das Stromnetz zu entlasten und zu stabilisieren.
Teil des Stargate-Projektes
Das von der Investmentgesellschaft Blackstone finanzierte US-Unternehmen steht auch hinter dem Projekt Stargate. Bei dieser US-Großinitiative für Künstliche Intelligenz mit einem Investitionsvolumen von bis zu 500 Milliarden Dollar stellt Lancium die physische Energie- und Campus-Infrastruktur bereit.
Börsengang 2027 geplant
Das Geld von Nvidia soll Lancium helfen, sein Geschäft auszubauen. Das Unternehmen erwägt dem Bericht zufolge einen Börsengang im Jahr 2027. Lancium besitzt den „Lancium Clean Campus“ in Abilene im US-Bundesstaat Texas, den ersten aktiven Standort der „Stargate“-Initiative. Nvidia und Lancium waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
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