China produziert derzeit Kohle weit über den Bedarf hinaus.

© EPA/HU GUOLIN

Konjunkturabkühlung
02/22/2016

China schließt mehr als 1.000 Kohle-Bergwerke

Produktion soll um 500 Millionen Tonnen gedrosselt werden.

Im Zuge der Konjunkturabkühlung will China noch dieses Jahr mehr als 1.000 Kohle-Bergwerke schließen. Dies sei Teil einer Strategie, die Überkapazitäten in dem Sektor abzubauen, teilten die Behörden am Montag mit. Die Gruben können maximal 60 Millionen Tonnen fördern. Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre soll die Produktion um insgesamt 500 Millionen Tonnen gedrosselt werden.

Im Bergbau, aber auch in der Stahl- und Zementindustrie, wird im Reich der Mitte weit über den Bedarf hinaus produziert. Für Massenstahl hat die Führung in Peking bereits ebenfalls drastische Kürzungen in der Fertigung im Volumen von bis zu 150 Millionen Tonnen beschlossen.

Die EU hatte jüngst zum Schutz der eigenen Stahlindustrie auf bestimmte Sorten des Werkstoffs aus China Anti-Dumping-Zölle beschlossen. Der Präsident der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, sieht die überbordende Fertigung in der Volksrepublik als systembedingt an: "China gibt der Industrie stets Wachstumsanreize. Das führt zu Überkapazitäten." Seit 2008 habe die Regierung diese Situation mit immer neuen Großprojekten weiter verschärft.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.