Hinkley Point rechnet sich nur, wenn die EU Gelder zuschießt.

© Reuters/SUZANNE PLUNKETT

Strom

Briten fordern Milliarden-Subvention für AKW

Der Preis für Hinkley-Point-Atomstrom soll 35 Jahre lang inflationsgesichert garantiert werden.

von Irmgard Kischko

12/09/2013, 05:00 PM

Die Briten haben bei der EU-Kommission um Genehmigung einer Milliarden-Förderung für den Bau eines neuen Atomkraftwerks im südenglischen Hinkley Point angesucht. Die 18,9 Milliarden Euro teure Errichtung von zwei AKW-Blöcken rechne sich beim aktuell tiefen Großhandelsstrompreis nämlich nicht.

Daher wollen sie den Preis für den Hinkley-Point-Atomstrom 35 Jahre lang inflationsgesichert bei 92,5 Pfund je Megawattstunde Strom (110,3 Euro) garantiert haben. Das ist das Dreifache des derzeitigen Großhandelsstrompreises. Oder: Vier Millionen Euro Subvention pro Tag. Das gesamte Fördervolumen für nur dieses AKW würde sich auf das 3,5-fache der gesamten deutschen Groß-Solaranlagen-Subvention belaufen.

„Das wäre eine Gelddruckmaschine ohne Risiko, empört sich Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Bild). Er fordert, dass Österreich gegen die AKW-Subvention präventiv mit einer Klage beim Europäischen Gerichtshof vorgeht. Denn der Druck der Atomlobby auf die Brüsseler Beamten sei enorm. „Wir müssen ihnen den Rücken stärken, sagt Anschober im Gespräch mit dem KURIER. Andere AKW-Betreiber warten nun gespannt auf die Entscheidung der EU, die Mitte 2014 fallen soll. Die tschechische CEZ, Betreiberin des AKW Temelin, würde gern zwei neue Kaftwerksblöcke bauen. Temelin 3 und 4 aber würde sich nur mit Förderungen rechnen.

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